Verkehr und Lebensmittel trieben Preise in die Höhe

21. April 2004, 15:39
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Die Inflation in Österreich hat sich im März etwas beschleunigt - Sie erhöhte sich auf 1,6 Prozent

Wien/Luxemburg/Brüssel - Die in Österreich im März von 1,4 auf 1,6 Prozent weiter beschleunigte Jahresinflationsrate ist maßgeblich von Verteuerungen in den Bereichen Verkehr, Nahrungsmittel, diverse Waren und Dienstleistungen wie Restaurants und Hotels angetrieben worden, teilte die Statistik Austria mit.

Auch in der Eurozone ist im März die Inflationsrate auf 1,7 Prozent gestiegen, nach 1,6 Prozent im Februar. Vor einem Jahr lag die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent, teilte das EU-Amt für Statistik, Eurostat, am Freitag mit. In der ganzen EU lag die Inflationsrate im März wie schon im Februar bei 1,5 Prozent. Im März 2003 hatte sie 2,3 Prozent betragen.

Inflationsdämpfend wirkten sich in Österreich dagegen Gesundheit und Nachrichtenübermittlung aus. Hier bremsten Telefonapparate und Festnetz-Gesprächsgebühren die Teuerungsrate.

Wegen des Wegfalls der Ambulanzgebühr im April 2003 war die Krankenscheingebühr (minus 52 Prozent) im März jedoch zum letzten Mal ein Inflationsdämpfer. Die damit verbundene Dämpfung fällt ab dem April weg.

Innerhalb eines Monats haben vor allem starke Verteuerungen bei Treibstoffen sowie Flugtickets und Städteflügen zum Anstieg des heimischen Preisniveaus um 0,5 Prozent im März beigetragen. Die Preisaufschläge bei Super-und Normalbenzin sowie Diesel trieben den Verbraucherpreisindex im Monatsabstand nach oben. Dennoch kosteten Treibstoffe immer noch drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als sie wegen des Irakkriegs auf Rekordhöhe lagen, teilte die Statistik Austria mit.

USA-Konjunktur

Analysten der Erste Bank sehen aufgrund der von den USA ausgehenden Konjunkturerholung noch im Jahresverlauf höhere US-Leitzinsen, begleitet von langsam anziehenden Inflationsraten. Die steigende Kapazitätsauslastung sowie steigende Rohstoff-und Importpreise könnten laut Zins- und Währungsexpertin Veronika Lammer von der Ersten zu einem Anstieg der "totgeglaubten Inflation" führen.

In den USA blieb die jährliche Teuerungsrate im Februar und im März 2004 unverändert bei 1,7 Prozent. Dieser Index ist aber mit den harmonisierten EU-Indizes nur bedingt vergleichbar, so Eurostat. (APA, Reuters, Der Standard, Printausgabe, 17.04.2004)

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