UNICEF: Kinder im Irak durch Gewalt erneut traumatisiert

15. April 2004, 22:47
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"Werden zu Hause versteckt, wo sie praktisch den ganzen Tag nichts anderes tun als Angst zu haben"

Köln - Von der neuen Gewalt-Eskalation im Irak sind nach Einschätzung des Kinderhilfswerks UNICEF auch Kinder schwer betroffen. "Ein großer Teil der irakischen Kinder war bereits nach Ende der Kriegshandlungen traumatisiert, und jetzt stehen sie ein weiteres Mal vor diesem Schicksal", sagte Helga Kuhn von der UNO-Organisation am Mittwoch in Köln. "Viele gehen nicht mehr zur Schule und werden zu Hause versteckt, wo sie praktisch den ganzen Tag nichts anderes tun als Angst zu haben."

Wegen der jüngsten Gewaltwelle waren die deutschen Aufbauhelfer aus Angst um ihre Sicherheit abgezogen worden. "Wer den Kindern helfen will, muss die Sicherheitslage endlich verbessern", sagte Kuhn. "Was derzeit mit den Kindern im Irak passiert, wird ganz schwerwiegende Folge für ihre Zukunft haben." Auch unter den Todesopfern und Verletzten seien Kinder. UNICEF arbeite mit dem Schwerpunkt Wasserversorgung weiter mit irakischen Helfern vor allem in Bagdad zusammen und bringe auch weiterhin Trinkwasser in die belagerte Stadt Falluja. (APA/dpa)

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