Paris will 100 Tonnen Gold verkaufen

16. April 2004, 14:01
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Geld für Zukunftsprojekte

Paris - Der neue französische Finanzminister Sarkozy will etwa 100 Tonnen Gold aus dem Vermögen der französischen Zentralbank verkaufen, um Geld für Zukunftsprojekte zu erlösen. Bereits am Donnerstag hatte Sarkozy den Verkauf von Zentralbank-Gold prinzipiell gutgeheißen, sofern er nicht zur allgemeinen Etatdeckung diene. Ablehnung kommt von Notenbank-Chef Christian Noyer.

Nun wolle Sarkozy Gold für 1,12 Milliarden Euro auf den Markt werfen, berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Samstag. Wegen der Maastrichter Vorschrift, das Vermögen in der Bilanz der Banque de France zu belassen, solle die Notenbank ein Sonderkonto einrichten und das Geld anlegen. Die Zinsen stünden dann für Projekte zur Verfügung. Bei 3 Prozent Zinsen wären das lediglich 33 Millionen Euro im Jahr. Die Verschuldung aller öffentlichen Haushalte in Frankreich summiert sich auf annähernd 1000 Milliarden Euro. Daraus ergeben sich Zinskosten von jährlich 40 Milliarden Euro. (APA/dpa)

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