Daviscup: Roddick knallte Aufschlag-Weltrekord hin

21. April 2004, 12:09
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Mit 244,6 km/h und 4:1 über Schweden zogen die USA ins Halbfinale ein, jetzt gegen Weiß­russland - Halbfinale: Spanien-Frankreich

Wien - Mit dem Aufschlag-"Weltrekord" von sagenhaften 244,6 km/h hat Andy Roddick das US-Tennisteam ins Daviscup-Halbfinale katapultiert und kann sich nun auf ein Heimspiel gegen Außenseiter Weißrussland freuen. Der 21-Jährige fertigte am Ostersonntag in Delray Beach/Florida seinen schwedischen Rivalen Jonas Björkman mit 7:6 (3),6:4,6:0 ab und brachte die Amerikaner uneinholbar 3:1 in Führung. Mardy Fish komplettierte mit einem Dreisatzsieg über Thomas Johansson den 4:1-Sieg der Amerikaner.

"Der dritte Satz war sicher einer der besten, die ich jemals gespielt habe", meinte Roddick überglücklich und befand: "Das ist die Chance, unseren Traum ein Stück weiter zu tragen." Mit einem Ass wie aus dem Lehrbuch besiegelte der Jungstar den Viertelfinal-Erfolg über die Skandinavier, die nur durch Björkman ein Einzel gewannen.

Erstmals seit 1995 soll die Trophäe wieder nach Amerika geholt werden - es wäre der 32. Daviscup-Sieg der US-Tennisprofis. Erreicht der Rekord-Gewinner das Finale, wartet im Endspiel entweder Spanien (4:1 gegen die Niederlande) oder Frankreich (3:2 gegen die Schweiz). Weißrussland schickte die ersatzgeschwächten Argentinier mit 5:0 nach Hause. Im zweiten Halbfinale, das ebenfalls vom 24. bis 26. September ausgespielt wird, haben die Spanier das Heimrecht.

"Service-Mann" Roddick hatte auch den bisherigen Aufschlag-Rekord mit 241,4 km/h gehalten. Der glänzend aufspielende Amerikaner feierte in Florida seinen zweiten Super-Sonntag in Serie: Eine Woche zuvor hatte er das Masters-Turnier in Key Biscayne gewonnen. Für die Schweden blieb schließlich nur die Genugtuung, in der ersten Runde den Cup-Verteidiger Australien aus dem Feld geschlagen zu haben.

Durchmarsch für Weißrussland

Weißrusslands Zwei-Mann-Team Wladimir Woltschkow und Max Mirnyi gab bei seinem "Durchmarsch" zum 5:0 in Minsk nur einen Satz ab (Woltschkow gegen Juan Monaco). Erstmals zogen sie ins Halbfinale ein, was gegen ein argentinisches Team in Bestbesetzung kaum möglich gewesen wäre. Die Gäste mussten ohne ihre verletzten Stars Guillermo Coria und David Nalbandian antreten.

Federer konnte Niederlage nicht verhindern

Für die Schweiz war die Ein-Mann-Show ihres Superstars Roger Federer zu wenig. Der Wimbledonsieger erfüllte mit dem Gewinn seiner beiden Einzel zwar seine Pflicht, konnte die 2:3-Niederlage der Eidgenossen gegen Frankreich in Prilly aber nicht verhindern. Nicolas Escude gewann nervenstark das entscheidende Match gegen den Schweizer Michel Kratochvil. Federer konnte trotz des Abschieds "wirklich stolz sein, vor dieser Kulisse und dazu noch erstmals als Nummer eins so gut gespielt zu haben".(APA/dpa/Reuters)

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    Roger Federer kann seine Enttäuschung nach dem Aus gegen Frankreich nicht verbergen...

  • Stolz präsentiert Roddick seinen Rekord: 152 mph.

    Stolz präsentiert Roddick seinen Rekord: 152 mph.

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