England: Chelsea verlor gegenüber Arsenal weiter an Terrain

17. April 2004, 00:05
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Nach 2:3 im Villa Park sieben Punkte hinter Stadtrivalen - Heimpleite für Reds - Wolves kaum zu retten - Lehmann kriegt Konkurrenz

London - Leader Arsenal hat am den Oster-Feiertagen in der englischen Fußball-Premier-League das Fernduell mit Chelsea trotz seines torlosen Remis am Sonntag bei Newcastle United für sich entschieden. Denn der Londoner Stadtrivale verlor am Montag bei Aston Villa 2:3 und hat damit bei nur noch fünf ausständigen Spielen sieben Punkte Rückstand. Das noch immer ungeschlagene Arsenal hat zudem eine Partie mehr auszutragen. Im Champions-League-Viertelfinale hatte Chelsea in der Vorwoche Arsenal ausgeschaltet.

Aston Villa spielte auf

Chelsea-Manager Claudio Ranieri hatte schon am Samstag nach dem 0:0 bei Middlesbrough dem Konkurrenten mehr oder weniger zum Titelgewinn gratuliert. Im Villa Park drehten nun die Gastgeber einen 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung um, das zweite Chelsea-Tor von Hernan Crespo fiel erst in der 93. Minute und damit zu spät. Aston Villa rückte mit diesem Erfolg nur einen Zähler hinter Rekordmeister Liverpool auf Platz sechs vor, womit die Chancen auf einen Europacup-Platz erheblich gestiegen sind.

Niederlage für Liverpool

Liverpool musste sich daheim Charlton Athletic 0:1 geschlagen geben, der Sieger darf sich als Siebenter durch den ersten Sieg der Klub-Geschichte an der Anfield-Road seit 1954 noch internationale Hoffnungen machen. In der Abstiegszone scheinen die Wolverhampton Wanderers nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Bolton kaum noch zu retten, der Rückstand des Letzten auf den rettenden 17. Platz beträgt fünf Runden vor Schluss sechs Zähler. Portsmouth setzte sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen Birmingham etwas aus der Gefahrenzone ab.

Wird Lehmann ersetzt?

Wesentlichen Anteil an Arsenals sonntägigem 0:0 bei Newcastle United ist hatte der deutsche Torhüter Jens Lehmann mit zwei guten Paraden vor der Pause. Dennoch steht dem Goalie Konkurrenz ins Haus: Nach einem Bericht der "Sun" steht Arsenal möglicher Weise unmittelbar vor der Verpflichtunge eines neuen Tormanns. Adressat der Avancen soll der 60-fache finnische Internationale Antti Niemi vom FC Southampton sein. Die derzeitige Nummer eins Jens Lehmann ist ja nach seinen beiden Verhängnis vollen Fehlern in der CL in Misskredit geraten. Der bald 32-Jährige Niemi hat sich als einer der besten Goalies in der Premier League profiliert, seit er vor 18 Monaten von den Hearts of Midlothian zu den Saints kam, wo sein Vertrag noch drei Jahre läuft. Niemis Preis wird mit 5 Millionen Pfund kolportiert. (AP/ag./red)

England - Premier League

Dienstag:

  • Leeds United - Everton 1:1
  • Manchester United - Leicester City 1:0

    Montag:

  • Aston Villa - FC Chelsea 3:2
  • Wolverhampton - Bolton Wanderers 1:2
  • FC Liverpool - Charlton Athletic 0:1
  • FC Middlesbrough - FC Southampton 3:1
  • FC Portsmouth - Birmingham City 3:1
  • Tottenham Hotspur - Manchester City 1:1
  • Fulham - Blackburn Rovers 3:4

    Sonntag:

  • Newcastle United - Arsenal 0:0

    Samstag:

  • Birmingham City - Manchester United 1:2
  • Blackburn Rovers - Leeds United 1:2
  • Bolton Wanderers - Aston Villa 2:2
  • Charlton Athletic - Portsmouth 1:1
  • Chelsea - Middlesbrough 0:0
  • Leicester City - Fulham 0:2
  • Manchester City - Wolverhampton 3:3

    Nachtragsspiele, Freitag:

  • Arsenal - Liverpool 4:2
  • Everton - Tottenham 3:1

    Schottland - 32. Runde:

    Dundee United - FC Dundee 2:2, Hibernian (Alen Orman nur Ersatz) - Kilmarnock 3:0, Partick Thistle - Hearts 1:0

    Tabellenspitze: Celtic 87/31 vor Rangers 70/31 und Hearts 54/32 - 7. Hibernian (Orman) 36/31

    • Nichts zu Lachen für Chelsea-Boss Roman Abramovich und Chief Executive Peter Kenyon.

      Nichts zu Lachen für Chelsea-Boss Roman Abramovich und Chief Executive Peter Kenyon.

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      Antti Niemi hätte schon vor eineinhalb Jahren in Highbury landen können, doch damals war Arsene Wenger die geforderte Ablöse der Hearts zu hoch...

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Louis Saha (Mitte) feiert sein Siegestor bei Manchester Uniteds 2:1 in Birmingham mit John O'Shea (li) und Christiano Ronaldo.

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