Bremen hält Sieben-Punkte-Vorsprung

11. April 2004, 13:02
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1:0-Sieg für Werder in Frankfurt - 0:6-Debakel für Kurt Jaras Lauterer in Leverkusen - Bochum zerlegt Löwen, Bayern schlagen Schalke

München - Werder Bremen hat in der deutschen Fußball-Bundesliga den Sieben-Punkte-Vorsprung auf Bayern München verteidigt und ist dem Gewinn des vierten Meistertitels erneut ein Stück näher gekommen. Dank eines verwandelten Foulelfmeters von Valerien Ismael in der 80. Minute feierten die Bremer am Samstag in der 28. Runde einen 1:0-Erfolg beim Abstiegskandidaten Eintracht Frankfurt. Werder führt die Tabelle nun mit 66 Zählern vor den Bayern (59) an. Der Titelverteidiger besiegte Schalke dank eines Doppelpacks von Roy Makaay mit 2:1.

Schwerarbeit für Werder in Frankfurt

Der Tabellenführer aus Bremen tat sich in Frankfurt (Stefan Lexa wurde in der 80. Minute eingewechselt) schwerer als erwartet, blieb aber auch im 19. Spiel hintereinander ungeschlagen. Einziger Höhepunkt der ersten Hälfte war der doppelte Platzverweis: Frankfurts Ioannis Amanatidis und Werders Ümit Davala gerieten aneinander und mussten nach Tätlichkeiten vom Platz (42.). In Halbzeit zwei wechselte Trainer Thomas Schaaf sogar die Asse Ailton, Johan Micoud und Ivan Klasnic aus, doch erst Ismaels sicher vollstreckter Strafstoß brachte das erlösende Siegtor für die Gäste.

Doppelpack von Makaay

Für Verfolger Bayern begann die erhoffte Aufholjagd im Schalke-Spiel mit einer kalten Dusche. Nach einem Foul von Kuffour an Kobiaschwili verwandelte Sven Vermant den fälligen Strafstoß (4.). Zum Glück für die Münchner sorgte Makaay (8.) schnell für den raschen Ausgleich. Mit seinem 22. Saisontreffer und dem fünften "Doppelpack" führte der Niederländer (64.) die Entscheidung herbei. Edi Glieder wurde bei Schalke in der 78. Minute eingetauscht.

Schwerer Schlag für Kaiserslautern

Borussia Dortmund legte den Grundstein zum 2:0-Erfolg in Hamburg schon in der Anfangsphase. Frings (8.) und Koller (28.) trafen gegen die in der Hintermannschaft schläfrig wirkenden Hanseaten fast nach Belieben. Ohne Probleme kam Bayer Leverkusen beim 6:0 gegen den nun stark abstiegsgefährdeten 1. FC Kaiserslautern zu seinem höchsten Bundesliga-Heimsieg. Ein Eigentor von Wenzel (3.) läutete die derbe Pleite für die auswärtsschwachen Pfälzer von Kurt Jara ein. Berbatow (22.), Lucio (34.) und Franca (38.) machten schon bis zur Pause alles klar für die Werkself. Bastürk (48.) und erneut Franca (55.) legten nach Wiederanpfiff noch zwei Mal nach.

Bochum gegen 1860 ungefährdet

Der VfL Bochum wahrte seine Chance auf die UEFA-Cup-Qualifikation durch einen ungefährdeten 4:0-Heimsieg über 1860 München. Hashemian (26./40.) avancierte mit seinen Saisontoren 13 und 14 zum Matchwinner. Madsen (61.) mit einem Treffer Marke "Tor des Monats" und Diabang (81.) machten alles klar. Für die "Löwen" (Martin Stranzl spielte durch) wird es nach dem erneuten Rückschlag im Überlebenskampf noch mal eng.

Spannung im Abstiegskampf

In der Abstiegszone verschaffte sich Hertha BSC durch das wichtige 1:0 über den erstmals von Erik Gerets betreuten VfL Wolfsburg etwas Luft. Die "Wölfe" müssen nach der erneuten Niederlage, für die Rafael (22.) sorgte, ebenfalls kräftig um den Klassenverbleib bangen. Zumal Mitkonkurrent Borussia Mönchengladbach beim 2:1 bei Hansa Rostock (Gernot Plassnegger kam in der 84. Minute ins Spiel) unerwartet gewann. Die Hansa-Führung durch Rydlewicz (27.) beantwortete Ulich (29.) postwendend mit dem Ausgleich, ehe van Hout (83.) den Auswärtserfolg sicherte. (APA/dpa)

Deutschland - 28. Runde:

Samstag:

  • VfL Bochum - TSV 1860 München 4:0 (2:0)
  • Bayern München - FC Schalke 04 2:1 (1:1)
  • Hamburger SV - Borussia Dortmund 0:2 (0:2)
  • Hertha BSC - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)
  • Hansa Rostock - Mönchengladbach 1:2 (1:1)
  • Leverkusen - Kaiserslautern 6:0 (4:0)
  • Frankfurt - Werder Bremen 0:1 (0:0)

    Sonntag:

  • SC Freiburg - VfB Stuttgart 17.30 Uhr
  • Hannover 96 - 1. FC Köln 17.30 Uhr
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      Valerien Ismael ließ die Werder-Fans erleichtert aufatmen. Der Bremer fixierte per Foulelfmeter den 1:0-Sieg des Spitzenreiters.

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      Kurt Jaras Team hatte in Leverkusen nicht den Funken einer Chance. Der 1. FC Kaiserslautern liegt gerade noch über dem Strich, der die Abstiegszone markiert.

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