Austria gewann im Elferschießen

19. April 2004, 13:59
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Die Favoritner setzten sich beim SV Mattersburg erst im Penaltyschießen durch - Safar überzeugender Rückhalt der Veilchen

Titelverteidiger Austria Wien ist mit Mühe ins Halbfinale des ÖFB-Stiegl-Cups aufgestiegen. Der Tabellenführer der T-Mobile Fußball-Bundesliga setzte sich am Karsamstag beim SV Mattersburg nach torlosen 120 Minuten erst im Elfmeterschießen mit 4:1 durch. Safar wurde mit zwei gehaltenen Penalties zum Matchwinner. Es war dies die in dieser Saison dritte knappe Niederlage der Burgenländer gegen die Wiener in Folge, wobei durchwegs Chancen auf einen Außenseitersieg vorhanden waren.

Schiedsrichter Meßner sorgte für Unterhaltung

Die Partie im Pappelstadion hatte sportlich lange Zeit nicht viel zu bieten. In der ersten Hälfte sorgte aber vor allem Schiedsrichter Stefan Meßner für Unterhaltung, indem er einige unverständliche Entscheidungen traf. Die kurioseste passierte in der 23. Minute, als Troyansky für einen Ellbogen-Check gegen Hopfer völlig ungestraft davon kam. Der Mattersburger musste vier Minuten später Blut überströmt mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Feld.

Zwei diskussionswürdige Ausschlüsse

Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber nur noch zu Zehnt, denn Kühbauer hatte nach Foul an Michael Wagner ungerechtfertigt die Rote Karte erhalten. In der 45. Minute sah es dann fast wie eine Kompensation aus, als der Gelb belastete Afolabi nach einem harmlosen Foul an Thomas Wagner mit Gelb-Rot ebenfalls vorzeitig vom Feld musste. Die beste Chance in den ersten 45 Minuten hatte Mörz nach schlechtem Rückpass von Verlaat, doch der schon ausgespielt gewesene Afolabi konnte noch ein sicher scheinendes Tor verhindern (6.).

Rushfeld vergab Matchball

Das ohne sieben Stammspieler angetretene Austria-Ensemble hatte auch in der zweiten Hälfte Probleme, in der 76. Minute wurden schließlich Gilewicz und Janocko ins Spiel gebracht. Janocko war es auch, der in der 88. Minute Rushfeldt gut einsetzte, der Ball ging aber bei der bis dahin besten Austria-Chance nur um wenige Zentimeter neben das Tor.

Starke Keeper

In der Verlängerung schwanden auf beiden Seiten allmählich die Kräfte, wodurch sich die Fehler häuften und beide Seiten Sieg-Chancen vorfanden. Die besten Möglichkeiten hatten Köszegi bzw. Gilewicz und Rushfeldt, doch die Goalies Safar und Hedl ermöglichten ihren Mannschaften des öfteren das Erreichen des Elfmeterschießens.

Safar, Mann des Elfmeterschießens

In diesem fiel die Entscheidung schon früh. Nach dem 0:1 durch Rushfeldt, hielt Safar die Strafstöße von Mandreko und Kausich, dazwischen stellte Michael Wagner auf 0:2. Mit dem 0:3 durch den sonst schwachen Verlaat war die Vorentscheidung gefallen, das 1:3 durch Mörz kam zu spät. Gilewicz machte mit dem 1:4 schließlich alles klar. (APA)

ÖFB-Stiegl-Cup/Viertelfinale:

  • SV Mattersburg - Austria Wien Stand nach 120 Minuten 0:0 Austria gewann das Elfmeterschießen 4:1 und steht damit im Halbfinale. Pappelstadion, 10.753, SR Meßner

    Elfmeterschießen
    (Austria begann):
    Rushfeldt - 0:1; Safar hält gegen Mandreko; M. Wagner - 0:2; Safar hält gegen Kausich; Verlaat - 0:3; Mörz - 1:3; Gilewicz - 1:4

    Mattersburg: Hedl - Mandreko - Dragic, Mavrac - Köszegi, Kausich, Kühbauer, Hopfer (27. Th. Wagner/108. Fülöp), Mörz, Schmidt - Koziak (31. Lang)

    Austria: Safar - Dospel, Afolabi, Verlaat, Troyansky (108. Akoto) - Helstad (76. Janocko), Blanchard, Flögel, M. Wagner - Rushfeldt, Dundee (76. Gilewicz)

    Rote Karte: Kühbauer (25./Foulspiel)
    Gelb-Rote Karte: Afolabi (45./wiederholtes Foulspiel)
    Gelbe Karten: Mandreko, Mörz, Köszegi bzw. Troyansky, M. Wagner, Rushfeldt, Dospel

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      Ein lockerer Austria-Mäzen Frank Stronach

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      Ein verzweifelter Mattersburg-Coach Werner Gregoritsch

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      Kräftemessen zwischen Austia-Fans und Polizei nach dem Spiel.

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