Bush sitzt die Irak-Krise auf seiner Ranch aus

13. April 2004, 17:55
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Der US-Präsident verbrachte 40 Prozent seiner bisherigen Amtszeit in Crawford, Camp David und Kennebunkport

Kritik an "urlaubsfreudigem" Bush während Zuspitzung im Irak Präsident weilt wieder einmal auf seiner Ranch

Washington - US-Präsident George W. Bush ist unter Beschuss geraten, weil er während der Zuspitzung der Gewalt im Irak auf seiner texanischen Ranch Urlaub macht. Die "Washington Post" zitierte den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry am Freitag mit den Worten, er habe gehört, dass Bush in seinen Ferien nie Zeitung lese oder vor dem Fernseher sitze und auch keine Langzeitpläne mache. "Das klingt ganz nach (seinem) Leben in Washington", fügte Kerrey hinzu.

Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, Bush stehe in ständigem Kontakt mit seinen Beratern und verbringe Ostern mit seiner Familie: "Die Amerikaner werden das gewiss verstehen."

Die Zeitung listete unter Berufung auf eine Statistik des US-Fernsehsenders CBS auf, dass Bush seit seinem Amtsantritt im Januar 2001 über 220 Tage ganz oder teilweise auf seiner Ranch in Crawford verbracht habe. Wenn man seine 78 Besuche auf dem Landsitz Camp David und seine fünf Visiten auf dem Familiensitz in Kennebunkport (Maine) hinzurechne, habe Bush 500 Tage seiner Amtszeit zumindest zum Teil an einem der drei Erholungsorte verbracht. Das seien 40 Prozent seiner Präsidentschaft. (APA/dpa)

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Where's the President?

in der "Washington Post"

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    Während im Irak US-Bürger entführt werden, geht der Präsident im Wald spazieren

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