Ausländische Truppen im Irak

22. April 2004, 14:07
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150.000 Amerikaner und 11.000 Briten werden von tausenden internationalen Soldaten unterstützt

Hamburg - In und um den Irak sind derzeit etwa 150.000 Amerikaner und 11.000 Briten stationiert. Nach der jüngsten Übersicht der unabhängigen "Denkfabrik" Global Security in Washington standen ihnen Ende Februar etwa 15.000 Soldaten aus 34 anderen Ländern zur Seite, darunter 14 weitere NATO-Mitglieder. Die größten Kontingente entsandten Italien (2.700 Soldaten), Polen (2.400), die Ukraine (2.000), Spanien (1.300) und die Niederlande (1.100). Die Mehrheit der Koalitionstruppen ist auf zwei multinationale Divisionen verteilt.

Die Führungsmacht Amerika kontrolliert mit derzeit etwa 120.000 Mann die nördliche und zentrale Besatzungszone, einschließlich der Hauptstadt Bagdad. Dabei helfen den USA vor allem irakische Sicherheitskräfte und kurdische Peschmerga-Kämpfer.

Polen kommandiert "zentralen Süden"

Unter britischem Kommando steht das Besatzungsgebiet im Südosten. Neben den Briten stellen die Italiener und Niederländer die stärksten Kontingente in der Südost-Division. Hinzu kommen jeweils etwa 700 Südkoreaner und Rumänen sowie 500 Dänen. Der Rest der Division, etwa 520 weitere Soldaten, stammt aus Norwegen, Portugal, Litauen, der Tschechischen Republik und Neuseeland.

Ein polnischer General kommandiert die Zone "Zentraler Süden". Zu seiner Division zählen neben den eigenen Verbänden und den starken Kontingenten der Ukraine und Spaniens unter anderem 470 Bulgaren und etwa gleich viele Thailänder. Hinzu kommen über 800 Koalitionäre aus mittelamerikanischen Ländern. Ferner Soldaten aus der Mongolei, Lettland, der Slowakei von den Philippinen sowie aus Kasachstan. (APA/dpa)

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