Madrid: Mahnwache für getöteten spanischen Kameramann

29. April 2004, 11:29
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Teilnehmer fordern unabhängige Untersuchung

Zum Gedenken an den vor einem Jahr bei einem US-Angriff in Bagdad gestorbenen spanischen Kameramann Jose Cuoso haben Hinterbliebene und Freunde eine Mahnwache vor der US-Botschaft in Madrid gehalten. Nach dem Ende der auf 20 Stunden angesetzten Mahnwache am Donnerstagabend wollten Teilnehmer mit einem Demonstrationsmarsch eine unabhängige Untersuchung von Cuosos Todesumständen fordern.

Der Kameramann war am 8. April 2003 gestorben, als ein US-Panzer das von vielen ausländischen Journalisten bewohnte Hotel Palestine in Bagdad beschoss. Neben Cuoso war damals ein ukrainischer Kameramann gestorben, der für die Nachrichtenagentur Reuters arbeitete.

Nach Darstellung der US-Regierung beschossen Soldaten das Hotel, nachdem irakische Armeeangehörige sie aus dem Gebäude heraus beschossen hatten. Ausländische Journalisten, die in dem Hotel untergebracht waren, widersprachen diesen Angaben.(APA)

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