Süd-Sudan: Abkommen über Regierungsbeteiligung der Rebellen erwartet

8. April 2004, 15:17
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Übereinkunft soll Verteilung von Posten einer Übergangsregierung sowie Status dreier umstrittener Gebiete regeln

Nairobi - Ein Abkommen über eine Regierungsbeteiligung der Rebellen des Süd-Sudan steht nach Einschätzung des Chefvermittlers unmittelbar bevor. "Es könnte in den kommenden Tagen unterzeichnet werden", sagte Lazarus Sumbeiywo am Mittwoch in der kenianischen Stadt Naivasha. Das Abkommen soll sowohl die Verteilung von Posten in einer Übergangsregierung als auch den Status dreier umstrittener Gebiete regeln. Ein umfassendes Friedensabkommen stehe jedoch noch aus. "Dafür müssen noch Details geklärt werden", sagte Sumbeiywo. Er machte keine näheren Angaben zu dem erwarteten Abkommen.

Friedensabkommen

Der US-Beauftragte für Afrika, Charles Snyder, ist derzeit in Naivasha, um zwischen beiden Seiten zu vermitteln. Die USA haben sich in den vergangenen Monaten stark für ein Friedensabkommen für das ölreiche Land eingesetzt. Im Sudan herrscht seit mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg zwischen dem islamistischen Regime in Khartoum und den Rebellen im christlich-animistisch geprägten Süden des Landes. Die Zahl der Kriegstoten wird auf zwei Millionen geschätzt. (APA/dpa)

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