Jordanien verhinderte angeblich Terroranschlag gegen US-Botschaft

8. April 2004, 13:24
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Auch Anschläge gegen Regierungsgebäude in Amman geplant

Washington - Die jordanischen Behörden haben nach Angaben der US-Regierung in der vergangenen Woche einen Anschlag gegen die US-Botschaft in Amman vereitelt. Der Plan sei nach der Festnahme mehrerer mutmaßlicher Mitglieder einer Terrorzelle aufgedeckt worden, die in Verbindung mit dem weltweit gesuchten islamischen Extremisten Abu Musab al Zarqawi stehen soll, sagte ein Beamter des US-Außenministeriums am Dienstag in Washington. Gleichzeitig seien Anschläge gegen jordanische Regierungsgebäude geplant gewesen.

Festnahmen

Am 1. April hatten die jordanischen Behörden die Festnahme mehrerer Terror-Verdächtiger bekannt gegeben. Gleichzeitig fahndeten sie nach zwei mit Sprengstoff beladenen Lastwagen, die über Syrien ins Land gelangt waren. Nach Informationen einer lokalen Zeitung gehörten die Festgenommenen zum Terrornetzwerk El Kaida (Al Qaida). Sie hätten auf Anweisung Zarqawis einen Anschlag vorbereitet.

Am Dienstag wurde Zarqawi wegen der Beteiligung an der Ermordung des US-Diplomaten Laurence Foley im Oktober 2002 gemeinsam mit sieben Mitangeklagten in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die USA haben auf Zarqawi, der Verbindungen zur Terrororganisation El Kaida haben und hinter zahlreichen Anschlägen im Irak stecken soll, ein Kopfgeld in Höhe von zehn Millionen Dollar (mehr als acht Millionen Euro) ausgesetzt. (APA)

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