Al Jazeera: Bei US-Luftangriffen mindestens ein Toter

7. April 2004, 07:06
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US-Militärkreise: Trotz neuer Gewalt keine weiteren Truppen nötig

Kairo/Washington - Bei amerikanischen Luftangriffen auf Ziele in der irakischen Stadt Falluja ist am Montagabend mindestens ein Iraker getötet worden. Das berichtete ein Korrespondent des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera westlich von Bagdad. Die genaue Zahl der Opfer habe zunächst nicht ermittelt werden können, weil in der Stadt eine nächtliche Ausgangssperre gelte.

Gefechte

Gefechte habe es auch in anderen Teilen der Provinz Anbar gegeben, so in der Stadt Ramadi, wo das örtliche Hauptquartier der US-Streitkräfte von Irakern angegriffen worden sei. In der Stadt Khalidiya sei eine US-Patrouille attackiert worden. Im Bagdader Stadtteil Asimiya habe es ebenfalls Gefechte zwischen Irakern und US- Truppen gegeben. Die Amerikaner seien mit Panzern in das von Schiiten bewohnte Viertel vorgerückt, Hubschrauber kreisten in der Luft.

Keine Truppenverstärkung?

Trotz der jüngsten Gewaltwelle im Irak sehen die USA nach Angaben aus US-Militärkreisen keine Notwendigkeit zur Truppenverstärkung. Nach den Ereignissen des Wochenendes habe man zwar angefragt, welche Truppen kurzfristig zur Verfügung stehen würden, falls sich die Lage verschlimmere, hieß es in den Kreisen des Central Command am Montag. "Aber wir glauben nicht, dass das passiert und wir glauben nicht, dass wir irgendwelche weiteren Truppen aus den USA brauchen werden ... Nach unserer Einschätzung sind das nicht die Anfänge eines Bürgerkriegs", hieß es. (APA/dpa/Reuters)

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