Osteuropa steht vor Privatisierungsschub

14. April 2004, 10:57
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Raiffeisen Investment AG: Rohstoffengagements wegen Weltmarktpreisen wieder interessant

Wien - Die Raiffeisen Investment AG (RIAG), auf "Mergers & Acquisitions" in Ost- und Südosteuropa spezialisiert, erwartet heuer wieder einen Schub bei Privatisierungen in den ehemals kommunistischen Ländern.

"Es gibt wieder größeres Interesse bei westlichen Unternehmen, nachdem sich diese im Vorjahr selbst restrukturieren mussten", so Martin Schwedler, Vorstandsdirektor der RIAG neben Heinz Sernetz.

Boom im Rohstoffbereich

Dieser erwartet auch im Rohstoffbereich eine Art Boom - da die Weltmarktpreise wegen der explodierenden Nachfrage aus China so hoch wie schon lange nicht sind. "Da werden vor allem Polen und die Ukraine herauskommen, denn plötzlich werden stillgelegte Steinkohlebergwerke oder Zinkminen wieder attraktiv", sagte Sernetz bei einem Pressegespräch am Montag.

Weitere Gründe für vermehrte Privatisierungen: Große US-Private-Equity-Fonds, deren Chartas nur EU-Investments erlauben, bekommen durch die Erweiterung neue Betätigungsfelder; die regionale Konsolidierung werde durch Käufe lokaler Firmen in Zentral- und Osteuropa ("Intra-CEE-Transaktionen") weitergehen. Und: "Östliche Firmen werden in den Westen marschieren" - vor allem die russischen Ölriesen.

Im Vorjahr betreute die RIAG 1,7 Mrd. Euro an Transaktionsvolumen und erlöste dafür Honorare von 20,5 Mio. Euro. (DER STANDARD Printausgabe, 06.04.2004 szem)

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