Ölpreis sinkt trotz Förderkürzung

6. April 2004, 15:54
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Barrel-Preis sinkt um über einen Dollar auf 31,26 Dollar

Wien - Der Ölpreis ist in der vergangenen Woche um über einen Dollar gefallen, obwohl die OPEC eine Förderkürzung ab 1. April beschlossen hatte. Ein Barrel (159 Liter) Öl der OPEC-Länder kostete in der vergangenen Woche im Schnitt 31,26 Dollar nach 32,53 Dollar in der Vorwoche, wie die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) laut AP am Montag in Wien mitteilte. Am Freitag gab der Ölpreis weiter auf 30,18 Dollar nach.

In der vergangenen Woche hatte die OPEC an der bereits früher beschlossenen Kürzung von einer Million Barrel pro Tag festgehalten, obwohl Sprecher mehrerer Mitgliedsländer sich dagegen gewandt hatten. Die OPEC, die rund ein Drittel der weltweiten Ölproduktion liefert, strebt nach eigenem Bekunden eine Preisspanne von 22 bis 28 Dollar je Barrel an.

Genug Öl im Angebot

Nach Ansicht des Ölexperten Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst könnte sich in den Märkten trotz der Kürzung die Überzeugung durchgesetzt haben, dass genug Öl im Angebot sei.

"Möglicherweise ist es nur eine technische Korrektur", sagte er über den Preisrückgang. Er schließt nicht aus, dass die Spekulanten sich nun aus dem Markt zurückzögen, weil nach der OPEC-Entscheidung nun Klarheit über die Ölversorgung herrsche.

Im Februar betrug der Durchschnittspreis für ein Barrel OPEC-Öl 29,56 Dollar, im März schon 32,05 Dollar. Im Gesamtjahr 2003 lag er im Schnitt bei 28,10 Dollar nach 24,36 Dollar im Jahr 2002. Die OPEC ermittelt den Durchschnittspreis aus sieben verschiedenen Sorten der Mitgliedsländer. (APA)

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