Ski alpin: Robert Trenkwalder beendete Trainer-Karriere

9. April 2004, 17:45
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Private und gesundheitliche Gründe gaben den Ausschlag

Wien/Innsbruck - Robert Trenkwalder, der im Verlauf seiner 30-jährigen Trainertätigkeit 13 Jahre für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) tätig und zuletzt seit 1998 bei den Herren als Weltcup-Trainer für Abfahrt/Super G zuständig war, wird in Zukunft nicht mehr als Coach auf den Pisten unterwegs sein. Der 56-jährige Tiroler, der davor von 1992 bis 1998 Günther Mader privat betreut hatte, sagt aus privaten und gesundheitlichen Gründen dem Trainerberuf ade.

Neue Prioritäten

"Das war eine Superzeit mit vielen erfreulichen Höhepunkten und der Abschied fällt mir auch nicht leicht", sagte Trenkwalder, der sich nach nun mehr seiner Familie widmen will. Seine Frau hat im Februar in ein Modegeschäft eröffnet hat, und der fünfjährigen Sohn Lukas ist ja auch noch da. Auch auf die Gesundheit soll mehr Rücksicht genommen werden, nachdem sich der Coach heuer einer Stimmband-Operation mit anschließender Therapie unterziehen hatte müssen.

Trenkwalder, der seine Karriere als Klubtrainer in Gries am Brenner begonnen und später etliche andere Stationen durchlaufen hatte, war an vielen großen Erfolgen der heimischen Skiasse beteiligt. Die Zusammenarbeit mit Mader stellte auch den Treiner ins Rampenlicht. "Das war mit einem phänomenalen Partner sicher die schwierigste und komplizierteste Tätigkeit, denn da war ich Trainer, Manager und Organisator", erinnert sich der Tiroler.

Goldene Zeiten

"Völlig anders" war dann sein anschließender Job beim ÖSV als Herren-Gruppentrainer Abfahrt/Super G, bei dem er aber von 1998 bis heuer mit genauso großen Ambitionen bei der Sache war. In dieser Periode holten die ÖSV-Abfahrer durch Hermann Maier (WM 1999), Hannes Trinkl (WM 2001), Fritz Strobl (Olympia 2002) und Michael Walchhofer (WM 2003) alle Goldmedaillen bei Großereignissen.

Zuletzt wurde der Tiroler auch mit einem Trainerjob in der Schweiz in Verbindung gebracht, doch ein Wechsel ins Ausland war nie ernsthaft ein Thema. Eine weitere Tätigkeit für den ÖSV ist möglich, Vorgespräche mit Präsident Peter Schröcksnadel wurden jedenfalls geführt. Trenkwalder: "Ich könnte mir vorstellen, dass ich im Management einiges einbringen könnte. Es würde mich jedenfalls sehr freuen, sollten wir einen gemeinsamen Nenner finden." (APA/red)

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    Nach 30 Jahren als Trainer macht Robert Trenkwalder Schluss.

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