Die Versicherung für Fitness zahlen lassen

9. April 2004, 15:44
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Dem Gesundheits­bewusstsein der Österreicher soll eine Aktion zwischen Fitnesscentern, Versicherungen und TÜV auf die Sprünge helfen.

Wien – "Es geht dabei auch darum, dass die Betreiber von Fitnessanlagen neue Kundenschichten ansprechen", erklärt Hans Peter Domitner, Obmann des Verbandes der gesundheitsorientierten Fitnessanlagen. Auf Initiative des Verbandes kommt es in diesem Frühjahr zu einer Art Schulterschluss zwischen Fitnessanlagenbetreibern und Versicherungen.

In einem ersten Schritt werden derzeit Studios, die dem Verband angehören, vom TÜV zertifiziert. Diese Anlagen arbeiten künftig‑ mit Versicherungen zusammen, und zwar insofern, als die Versicherungen einen Teil der Fitnesscenter-Kosten ihrer Klientel übernehmen.

"Vitalplan Plus"

Die erste Versicherung, die ein derartiges Produkt entwickelt hat, ist Uniqa. Zusätzlich zur Uniqa-Krankenversicherung kann sich der Kunde mit "Vitalplan Plus" zusatzversichern. Das Modul kostet 29,57 Euro im Monat und beinhaltet umfangreiche, jeweils einmal jährlich durchzuführende Untersuchungen, die über gewöhnliche Gesundenuntersuchungen hi^naus^gehen. Außerdem wird die Fitnessanlagen-Jahreskarte des Versicherten mit bis zu 50 Prozent – rund 150 Euro – bezuschusst. Außerdem erhält er noch als Schmankerl einen Wellness-Kurzurlaub.

Rund 45 Fitnesscenter in ganz Österreich haben sich bis dato der Aktion angeschlossen. Domitner rechnet damit, dass sich diese Zahl bis Jahresende auf rund 80 erhöht.

Andere Kunden als "Bodybuilder und Schönheitsfanatiker"

Für diese sei es eine Möglichkeit, sich von der Konkurrenz qualitativ abzuheben und auch andere Kunden als "Bodybuilder und Schönheitsfanatiker" anzusprechen. Damit erreiche man nämlich nur drei bis vier Prozent der Bevölkerung, und das sei für die bis zu 650 Center – 400 davon mit großem "Maschinenpark" – zu wenig.

Auch andere Versicherungen sollen nun mitmachen, fallen doch binnen zwei Jahren weniger Krankheiten an, wenn der menschliche Bewegungsapparat regelmäßig gefordert wird. (Johanna Ruzicka, Der Standard, Printausgabe, 03.04.2004)

  • Dem Gesundheitsbewusstsein der Österreicher soll eine Aktion zwischen
Fitnesscentern, Versicherungen und TÜV auf die Sprünge helfen.
    foto: vgf

    Dem Gesundheitsbewusstsein der Österreicher soll eine Aktion zwischen Fitnesscentern, Versicherungen und TÜV auf die Sprünge helfen.

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