Aus für "U-Express": Gewerkschaft kritisiert Umgang mit Mitarbeitern

20. April 2004, 20:28
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DJP-Vorsitzender Bittner ortet "Eiseskälte"

Die Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (DJP) hat "schärfstens" die Vorgangsweise bei der Einstellung des "U-Express" kritisiert. Das Gratisblatt aus dem Hause Mediaprint ist am Mittwoch zum letzten Mal erschienen. "Es bedarf schon einer Eiseskälte, den Mitarbeitern nach Fertigstellung mitzuteilen, dass die soeben produzierte Ausgabe die letzte gewesen sei", empörte sich nun DJP-Vorsitzender Franz Bittner.

Man werde "die Geschäftsleitung nicht aus ihrer sozialen Verantwortung entlassen", betonte er und verknüpfte dies mit der Forderung, "ehestmöglich Verhandlungen aufzunehmen". Jedenfalls stimme er "Kronen Zeitung"-Herausgaber Hans Dichand zu, der in der "Krone" "die berechtigte Frage stellte, ob für große Konzerne nur noch Profite gelten". Dichand, der den "U-Express" vor drei Jahren gestartet hatte, beklagt sich am Donnerstag, die Einstellung des Blattes sei "gegen seine Stimme" erfolgt. (APA)

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