Streik lähmt Athen vor den Spielen

1. April 2004, 22:09
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Landesweit kam es im Zugverkehr zu schwer wiegenden Ausfällen: Nur 14 Züge konnten fahren

Athen - Ein 24-stündiger Streik der Bediensteten im öffentlichen Verkehr führte am Mittwoch in Griechenland zu schweren Behinderungen. In Athen konnten wegen der bestreikten Fähr-, Bahn- und Buslinien Tausende Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz nicht erreichen. Auch landesweit kam es im Zugverkehr zu schwer wiegenden Ausfällen: Nur 14 Züge konnten fahren.

Keine Probleme gab es dagegen im Flugverkehr, da die Gewerkschaft der Fluglotsen ihre Beteiligung am Streik absagte. Alle Flüge finden normal statt, teilte die Leitung des Flughafens Athen mit.

"Staub schlucken"

Von dem Ausstand waren auch die Bauarbeiten für die Olympischen Spiele betroffen, da der erhöhte Individualverkehr die Transportfahrzeuge behinderte. Lokale Medien zitierten das Spottwort der Athener, die sich über die ohnehin chaotischen Bauarbeiten ärgern, sie sprechen vom "Olympischen Dreikampf": Im Stau stehen, Staub schlucken, Geduld haben.

Die streikenden Gewerkschaften fordern acht Prozent Lohnerhöhungen, die Arbeitgeberverbände dagegen bieten nur 3,2 Prozent an.

Auf den österreichischen Bahnverkehr hatte der Streik keine Auswirkungen, gaben die ÖBB auf Anfrage bekannt. Auf dem Wiener Flughafen Schwechat war am Mittwoch nichts über Ausfälle oder Verspätungen bekannt, sagte eine Sprecherin. (dpa, kps, DER STANDARD Printausgabe 1.4.2004)

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