Mögliches Aus für künftige "Whirlpool-Messen"

1. April 2004, 19:57
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Noch bevor der Ansteckungsherd eindeutig gefunden wurde, wird Verbot überlegt

Wels - Nach dem Bekanntwerden von drei Fällen der so genannten Legionärskrankheit in Oberösterreich meldete sich die Welser Messe International - der Veranstalter jener Energiesparmesse, bei der sich der drei Oberösterreich möglicherweise laut Bundesministerium für Gesundheit angesteckt haben dürften - zu Wort. Man habe unmittelbar vor dem Beginn der Messe Wasserproben genommen, die von Experten untersucht wurden und alle "hygienisch einwandfrei waren", so die Messe-Geschäftsführerin Brigitte Dallinger Mittwochabend gegenüber der APA.

Man habe sich "penibel an alle Vorschriften gehalten" und sei natürlich jetzt "dementsprechend überrascht". Es sei aber "noch gar nicht eindeutig bewiesen, dass der Ansteckungsherd wirklich die Whirlpool-Ausstellung gewesen ist", betonte Dallinger. Die Wasserproben hätte man am 2. März entnehmen lassen und am 5. März sei die Messe gestartet.

Starker Imageschaden

In erster Linie sei man "natürlich froh, dass die drei Patienten bereits außer Lebensgefahr sind". Rein wirtschaftlich sei das "jetzt entstandene, schlechte Image eine mittlere Katastrophe, die sich noch ausweiten wird", befürchtete Dallinger. Am kommenden Wochenende starte die nächste Messe, "und man kann sich vorstellen wie sich das jetzt auf die Besucherzahl auswirken wird".

Die nächsten Schritte sind "eine sehr genaue, interne Prüfung der Vorfälle". Eine Sofortmaßnahme dürfte man von Seiten der Welser Messe International bereits getroffen haben: "Im nächsten Jahr wird die Energiesparmesse mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Whirlpool-Messe auskommen müssen", so Dallinger. (APA)

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