USA frieren Finanzhilfen für Serbien ein

1. April 2004, 11:35
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Der Regierung wird mangelnde Kooperation mit dem UN-Tribunal vorgeworfen

Mangelnde Zusammenarbeit mit Haager UN-Tribunal vorgeworfen

Washington - Wegen der schleppenden Zusammenarbeit Serbiens mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag haben die Vereinigten Staaten zugesagte Hilfen für das Land in Millionenhöhe eingefroren. US-Außenminister Colin Powell könne Serbien nicht bescheinigen, dass es mit dem Gericht ausreichend zusammenarbeite, sagte ein Mitarbeiter des US-Außenamtes in Washington am Mittwoch. Daran sei aber das hundert Millionen Dollar (rund 82 Millionen Euro) schwere Hilfspaket der USA geknüpft; die US-Regierung könne deshalb die noch ausstehende letzte Tranche in Höhe von 25 Millionen Dollar nicht freigeben.

Die USA und auch die Vereinten Nationen werfen der Regierung in Belgrad seit langem mangelnde Kooperation mit dem UN-Tribunal vor. Wiederholt drängten sie darauf, dass sich Serbien stärker für die Verhaftung der beiden mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic einsetzen solle. Der frühere bosnische Serbenführer und dessen Vertrauter, der frühere Oberbefehlshaber der bosnisch-serbischen Armee, sind seit 1996 untergetaucht. (APA)

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