Radler: Keine Erfindung für Radfahrer

18. März 2011, 16:35
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Conrad Seidl über den Erfolg des Radlers und über dessen neue Variationen

Mehr als jedes 20. Bier in Österreich ist eigentlich gar keines: Das größte Wachstumssegment in der aktuellen Brauereistatistik sind nämlich die Biermischgetränke, vulgo Radler: plus 11,6 Prozent im vergangenen Jahr.

Da reicht es natürlich nicht, dass man einfach irgendeine Limonade mit irgendeinem Bier zusammenkippt. Stiegl war ganz früh dran mit einem Himbeer-Radler, dann mit Holunder (inzwischen von einem Grapefruit-Bier-Mix verdrängt). Murauer hat es im Vorjahr mit Preiselbeeren versucht, was durch deren adstringierende Wirkung dem Getränk die Chance lässt, ein wenig "bierig" zu wirken. Aber der Klassiker ist die Zitrone - oder genauer: die Limette.

Denn der Radler ist (entgegen allen Legenden) keine Erfindung für deutsche Radfahrer, er wurde vielmehr schon im 19. Jahrhundert unter der Bezeichnung Shandy als bierhaltiges Erfrischungsgetränk mit Limettengeschmack für britische Truppen kreiert. Zipfer hat diesen Limettenradler eben neu eingeführt. (conrad Seidl/Der Standard/rondo/18/03/2011)

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    Zipfer hat denLimettenradler eben neu eingeführt.

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