Musik hören beim Skifahren

3. Februar 2011, 17:02
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Pro: "Aus den Skihüttencharts" von Tanja Paar - Kontra: "Gott kann warten" von Ljubisa Tosic

+++Pro
Von Tanja Paar

Es gibt viele gute Gründe, sich die Musik ins Skigebiet selber mitzunehmen:
1. Arsch im Schnee (Skihütten-Mix)
2. Endlich wieder nüchtern
3. Wahnsinn (Hölle, Hölle, Hölle – Und vonvorneundvonhinten-Mix)
4. Hey, kleines Luder (Remix)
5. Bodo mit dem Bagger (DJ-Remix)
6. Ulli mit dem Pistenbully
7. Puppe, Du bist a moderne Hex (New Version feat. Nickerboxer)
8. Scheiße, sind wir geil
9. Après-Ski und Weiber
10. 1-2-3-fach geil
11. Sing, mei Sachse, sing
12. Jagertee im Pulverschnee
13. Saufen ist scheiße (Doch wir machen's trotzdem)
14. Ist das ein Sauladen hier
15. Sieben Fässer Wein (Flamenco-Hits)
16. Halli Galli durchdrehen (Gulasch-Version)
17. Born to be besoffen
18. Ringelschwanztanz (Großer Saustall DJ-Mix)
19. Es gibt nur ein Gas – Vollgas
20. Wer Fox tanzt, der ist gut im Bett

Kontra---
Von Ljubisa Tosic

Es is a narrisch verlockende Vorstellung: mit einem Fass Glühwein im Hirn und der Born To Be Wild-Coverversion der Hartmetallband Megadeth im Ohr auf Brettern lawinenartig Richtung Talparty tänzeln. Am besten bei geschlossenen Augen, nur so werden Musikempfindungen intensiv. Die Piste spürt man einfach in sich, wozu gibt es schließlich das innere Auge.

Selbst für Multitasking-Genies, die locker mehrere Vergnügen simultan bewältigen können, ist dieser Pfad zum Glück natürlich nur empfehlenswert, so sie eine Stiftung ihr Eigen nennen, die ihnen einen Kredit gewährt, mit dem sie eine Privatpiste erstehen können.

Für alle anderen, also Inhaber überzogener Girokontos, die zwischen Menschenmassen wedeln, gelten indes jene Weisheiten, die Meister Eckhard 1326 nach einem Skiunfall (er hörte Gregorianische Choräle) per erleuchtende Gehirnerschütterung zugeflogen sind: Wer deinen Weg kreuzt, soll kein Kreuz machen müssen. Dein Leben und das der Mitbrüder ist viel zu kurz, um es zu verkürzen. Gott hat Geduld. (Der Standard/rondo/04/02/2011)

  • Am besten bei geschlossenen Augen, nur so werden Musikempfindungen 
intensiv. Die Piste spürt man einfach in sich, wozu gibt es schließlich 
das innere Auge.
    foto: der standard

    Am besten bei geschlossenen Augen, nur so werden Musikempfindungen intensiv. Die Piste spürt man einfach in sich, wozu gibt es schließlich das innere Auge.

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