Raucherhusten genetisch untersucht

29. Jänner 2004, 14:01
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Risiko einer COPD-Erkrankung soll geklärt werden

Hannover - Das Fraunhofer Institut in Hannover untersucht in einer neuen Studie die genetischen Grundlagen für Raucherhusten. Die Wissenschafter wollen herausfinden, welche Raucher ein besonderes Risiko haben, an der so genannten chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) zu erkranken, erklärte der Abteilungsleiter am Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, Jens Hohlfeld, am Donnerstag in Hannover. Etwa 600 Millionen Menschen leiden weltweit unter COPD. Die Krankheit ist die vierthäufigste Todesursache. In Österreich sind 800.000 betroffen.

Für die Studie werden Zellen aus der Lunge von 60 Rauchern mit und ohne Bronchitis gewonnen und untersucht, welche Entzündungs-Gene verändert sind. Finden die Forscher Unterschiede im Muster von Eiweißen und Genen, könnte dies der erste Schritt für die Entwicklung einer neuen Therapie gegen die Lungenkrankheit bei Rauchern sein, berichtete das Institut. Bisher seien die genauen Ursachen der COPD noch nicht bekannt. (APA/dpa)

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