Blair ist nach Entlastung durch Hutton-Bericht "unglaublich dankbar"

30. Jänner 2004, 16:25
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Premier begrüßt Kelly-Untersuchungsbericht "voll und ganz"

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat den Untersuchungsbericht zur Kelly-Affäre begrüßt. Er akzeptiere den Bericht "voll und ganz", sagte Blair am Mittwoch nach der Vorstellung des Berichts im Londoner Unterhaus. Der Bericht entlastet den Premier und seine Regierung von dem Vorwurf, den Waffenexperten David Kelly in den Selbstmord getrieben zu haben.

"Unglaublich dankbar"

Blair zeigte sich "unglaublich dankbar" über den Hutton-Bericht zur Aufklärung der Kelly-Affäre. Lordrichter Brian Hutton habe in seinem "umfassenden und gründlichen" Bericht alle Vorwürfe widerlegt, dass er "gelogen" habe, sagte Blair. "Es gibt daran nichts zu zweifeln oder zu interpretieren."

Zu dem von Hutton als "unbegründet" bezeichneten Vorwurf, die Regierung habe das im September 2002 vorgelegte Dossier über die Massenvernichtungswaffen des Irak "aufgebauscht", sagte Blair: "Diese Vorwürfe haben die Integrität meiner Regierung und mich persönlich ins Herz getroffen".

Weder bei der Erstellung des Dossiers noch im Umgang mit der Freigabe des Namens von David Kelly habe er "gelogen oder heuchlerisch" gehandelt, sagte Blair. Obwohl im Irak immer noch keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden, sei die Militäraktion zur Beseitigung von Saddam Hussein richtig gewesen, fügte er hinzu. (APA)

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