Die Nummer 1 der Herren ist gefallen

29. Jänner 2004, 09:10
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Im Viertelfinale von Melbourne bezwang der ungesetzte Marat Safin den US-Amerikaner Andy Roddick - Agassi-Gegner Grosjean gab auf

Melbourne - Andre Agassi und Marat Safin stehen bei den Australian Open als erste Semifinalisten im Herren-Einzel fest. Während Agassi davon profitierte, dass Sebastien Grosjean nach nur 44 Minuten beim Stand von 6:2,2:0 wegen einer Leistenzerrung aufgab, schaltete Safin am Dienstag mit Andy Roddick die Nummer eins des Turniers aus. Der ungesetzte Russe behielt mit 2:6,6:3,7:5,6:7 (0),6:4 die Oberhand. Bei den Damen stehen Justine Henin-Hardenne (7:5,6:3 gegen Lindsay Davenport) und überraschend die Kolumbianerin Fabiola Zuluaga (ihre Viertelfinalgegnerin Amelie Mauresmo konnte verletzt nicht antreten) im Halbfinale.

Safin und Roddick lieferten sich im Abendspiel ein Klassepartie über fünf Sätze, in der sich der Australian Open Finalist von 2002 schließlich gegen den US-Open-Sieger durchsetzte. Der Russe machte sich damit das passende Geschenk zu seinem 24. Geburtstag. Die Fans sangen für den Sieger unter John McEnroes Anleitung "Happy Birthday". Safin genoss seinen Erfolg sichtlich.

"Ich bin wieder da"

Im Vorjahr hatte der US-Open-Sieger von 2000 in Melbourne noch sein Drittrunden-Match gegen Rainer Schüttler wegen einer Blessur am Handgelenk absagen müssen. "Ich bin wieder da, das ist das Wichtigste - egal, was gegen Agassi passiert. Er stand hier bisher nicht einmal halb so lang auf dem Platz wie ich", sagte Safin und fügte augenzwinkernd hinzu: "Er ist älter und klüger als ich."

Titelverteidiger Agassi erreichte schon das 25. Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere, stand aber diesmal wegen einer Wette mit Ehefrau Steffi Graf im Mittelpunkt. "Sie schuldet uns noch etwas", sagte Agassi in Anwesenheit seiner Gattin zu den Fans in der Rod-Laver-Arena. Vor einem Jahr hatte er in Melbourne die spektakuläre Wette verkündet: Für den Fall seines Sieges werde er mit der Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Titeln ein Mixed bei den French Open bestreiten. Steffi Graf hatte darauf eher widerstrebend reagiert. Das Tennis-Comeback in Paris scheiterte letztlich an ihrer zweiten Schwangerschaft.

"Wenn es nicht in Paris klappt, dann vielleicht beim nächsten Mal hier", meinte ihr Mann im Interview mit McEnroe. Versprechen wollte der US-Amerikaner auf Nachfrage später lieber nichts: "Wenn ich hier aus der Tür komme, möchte ich keine schrägen Blicke abbekommen. Steffi kann damit mehr sagen als mit Worten." (APA/dpa/Reuters)

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    Andy Roddick muss sich geschlagen geben.

  • Der Moment des Triumphes.

    Der Moment des Triumphes.

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