Yeti sein und Pinguine werfen

28. Jänner 2004, 21:20
1 Posting

Ein Game wurde von der Multimedia-Agentur Edelweiss zu Testzwecken auf einen öffentlichen Server installiert - und bisher vier Millionen Mal gespielt

Da staunte das Team der Multimedia-Agentur Edelweiss Medienwerkstatt nicht schlecht: Zu Testzwecken hatte man auf einem Firmenserver ein Online-Game installiert. Doch der Server war öffentlich zugänglich, und bald wurde die Online-Community auf das Spiel aufmerksam, was einen regelrechten Run auf den Server nach sich zog. Über eine halbe Million User luden sich in nur sechs Tagen "Yeti Sports Part 1" herunter, rund vier Millionen Mal wurde es laut Edelweiss gespielt.

Wurfweite

Einmal Yeti sein und mit Pinguinen werfen - das ist die Spielidee. Ein Pinguin stürzt sich von einem Felsen und muss vom Yeti mittels Baseball-Schläger weiterkatapultiert werden. Die Punkte werden anhand der Wurfweite ermittelt. Ein simples Konzept mit hohem Suchtfaktor, das dank gefälliger grafischer Gestaltung auch bei weitem nicht so brutal ist, wie es klingt.

"Yeti des Jahres"

Bei der internationalen Online-Community - Besucher verzeichnete man aus Deutschland, ganz Europa, den USA und sogar Australien und Neuseeland - jedenfalls kam es an: Aus Kapazitätsgründen musste schließlich der der Server gewechselt werden, so Edelweiss. Auf der Homepage e-medien.com debattieren die User nun eifrig, ob die angebliche maximale Wurfweite durch irgendwelche Tricks übertroffen werden kann. Ein französischer Besucher will gar "Yeti des Jahres" werden.

"Armer Pinguin"

Edelweiss hat bereits angekündigt, den sportlichen Yeti noch in anderen Disziplinen antreten zu lassen. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht wieder Pinguine zum Handkuss kommen. Für die keimt bei manchen Spielern nämlich doch ein bisschen Mitleid. "323,4 Meter ... mein bisher bester Schlag ..." berichtet ein User. Nachsatz: "Armer Pinguin." (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.