NextiraOne Austria-Chefin Schramböck übt heftige Kritik an Exponet

27. Jänner 2004, 10:47
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Umsatz stagniert, operatives Ergebnis verbessert - Umsatz im Dienstleistungsgeschäft soll von 40 auf 50 Prozent erhöht werden

Die Chefin des auf Sprach- und Datennetze spezialisierte Lösungsanbieters NextiraOne Austria übt heftige Kritik am Betreiber der Computermesse Exponet (17. bis 19. Februar 2004), der DC-Messe-Veranstaltungs GmbH. "Die Zielrichtung ist unklar, da fehlt einfach das Konzept. Die Technologieführer treten nicht auf und die Publikumsstruktur ist stark verwässert. Bereits im Vorjahr haben sich viele Studenten, Jobsuchende und Personalisten dort getummelt", so Schramböck im APA-Gespräch.

Unverständnis

Für Exponet-Sprecher Werner Grohmann ist diese Kritik "nicht nachvollziehbar". "Wir fahren seit zehn Jahren eine ganz klare Strategie", erklärte Grohmann auf APA-Anfrage.

Zufriedener ist Schramböck mit der NextiraOne-Bilanz, genaue Zahlen wollte sie aber nicht nennen. Beim Umsatz wurde demnach mit knapp unter 90 Millionen Euro kein wesentliches Wachstum verzeichnet, das operative Ergebnis habe allerdings stark zugelegt. "Durch Prozessoptimierung und geringere Fixkosten sind wir - was uns besonders freut - zudem ohne Personalabbau ausgekommen", so Schramböck.

Anteilig

Künftig will NextiraOne seine Herstellerunabhängigkeit ausbauen und den Umsatz im Dienstleistungsgeschäft von 40 auf 50 Prozent erhöhen. Um den Servicebereich zu stärken, würden vermehrt Partnerschaften eingegangen. Zudem setze man auf Consulting, Integration und Managed Services, wie etwa Netzwerk-Monitoring. Auf dem heimischen Markt herrsche bei Hardware ein "enormer Preiskampf", wodurch der Ausbau des Dienstleistungsbereiches zu einer wesentlichen Strategie geworden sei. Außerdem sei im vergangenen Jahr die Zusammensetzung des Portfolios der Zulieferer geändert und die Zusammenarbeit mit Cisco und Nortel ausgebaut worden, betonte die NextiraOne-Chefin.

Firmengeschichte

NextiraOne ist im April 2002 aus der Akquisition der 16 europäischen Alcatel e-business Länderniederlassungen durch die amerikanische Investmentfirma Platinum Equity entstanden und beschäftigt rund 9.500 Mitarbeiter an 200 Standorten in Europa und Nordamerika. Der Umsatz belief sich im Jahr 2002 auf rund 2,1 Milliarden Euro. (APA)

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