Schwere Explosion in algerischer Raffinerie

20. Jänner 2004, 10:07
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Mindestens vier Todesopfer und 160 Verletzte

Algier - Bei einer schweren Explosion in einer algerischen Anlage für Flüssiggas sind vier Arbeiter getötet und etwa 160 weitere verletzt worden. Das Unglück ereignete sich aus zunächst unbekannter Ursache am Abend in Skikda, rund fünfhundert Kilometer östlich der Hauptstadt Algier, wie die algerische Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf Behördenangaben meldete. Die Explosion sei sehr stark gewesen und habe erheblichen Schaden angerichtet.

Anrainer berichteten im Rundfunk, durch die Detonation seien in nahe gelegenen Wohnhäusern Scheiben geborsten. Dem Staatsfernsehen zufolge war "jede Umweltverschmutzung ausgeschlossen"; zudem sei das Gas nicht giftig.

Die Verletzten wurden den Angaben zufolge in verschiedene Krankenhäuser der Region eingeliefert. Der algerische Energie- und Bergbauminister Chakib Khelil begab sich nach offiziellen Angaben zum Unglücksort. In der petrochemischen Anlage arbeiten rund 12.000 Menschen.

Im vergangenen Jahr ist es in algerischen Gasanlagen mehrfach zu Unfällen gekommen. Die Erdgasvorkommen des nordafrikanischen Landes zählen zu den größten der Welt. Algerien ist Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). (APA/Reuters)

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