Samstag: Uhrmann schlägt Malysz

24. Jänner 2004, 10:02
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Zakopane: Deutscher gewinnt vor dem Lokalmatador im polnischen Ski-Mekka - Morgenstern unmittelbar vor Höllwarth auf Platz vier

Zakopane - Michael Uhrmann hat sich am Samstagabend in Zakopane erstmals in die Weltcup-Siegerliste eingetragen. Der 25-jährige Deutsche landete bei 134 und 126,5 Metern und setzte sich mit 3,7 Punkten Vorsprung auf den Lokalmatador Adam Malysz durch. Dritter wurde der Norweger Björn-Einar Romören, der Thomas Morgenstern als besten Österreicher um 6,1 Punkte auf den "blechernen" vierten Rang verwies. Martin Höllwarth (5.) und Andreas Kofler (7.) sorgten für weitere Top-Ten-Platzierungen des ÖSV.

Ein neues Sieger-Gesicht

"Ich habe zum dritten Mal die Siegchance gehabt und bin froh, dass ich es endlich geschafft habe", freute sich der Neo-Sieger aus Bayern nach seinem Erfolg vor 32.000 Zuschauern. "Den Adam vor voller Hütte in Polen zu schlagen, ist nicht so schlecht", meinte Uhrmann schmunzelnd. Sven Hannawald fiel übrigens nach dem elften Zwischenrang auf Platz 30 zurück.

Für die Österreicher, vor allem durch Höllwarth und Morgenstern immer wieder auf Tuchfühlung mit den Besten, klappt es weiterhin nicht mit dem ersten Saisonsieg. Im ersten Durchgang waren die Weltcupbesten eindeutig durch schlechten Wind benachteiligt, also auch der Weltcup-Dritte Höllwarth. "Uhrmann hatte im ersten Durchgang schon ein bisschen Glück mit dem Wind. Aber man muss das Glück auch ausnützen können", meinte ÖSV-Cheftrainer Hannu Lepistö.

Fliegen wie das Vogerl

Das Glück ist ein Vogerl, heißt es. Und Vogerln fliegen eben recht gut. Dem ÖSV-Team hat es bisher gefehlt. "Wir haben nie ein richtiges Glück gehabt", meint Lepistö und ist überzeugt, dass Einer aus seiner Mannschaft bald ganz oben stehen wird. Andreas Kofler zeigte Aufwärtstendenz und schaffte mit Rang sieben sein bestes Saisonresultat, für Andreas Widhölzl lief es jedoch auch nach einer Pause samt Trainingseinheiten wieder sehr schlecht. Mit nur 98,5 Metern landete "Swider" auf dem 51. und letzten Platz. "Er kann viel mehr", weiß nicht nur Lepistö.

Der Finne ist von der zumindest vorübergehenden Wachablöse im deutschen Team übrigens nicht überrascht. Neben Uhrmann, der für den ersten Sieg des DSV-Teams in dieser Saison gesorgt hat, hatten zuvor mit Georg Späth (Garmisch-Partenkirchen/3.) sowie Maximilian Mechler (Trondheim/3.) zwei weitere weniger bekannte Deutsche für Stockerlplätze gesorgt. Lepistö findet das "ganz normal. Die Presse spricht nur von Hannawald und Schmitt, aber die Jungen arbeiten auch hart." (APA)

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    Michael Uhrmann und nicht Lord Helmchen beim Sprunglauf. Der Wind war wohl wieder auf der dunklen Seite der Macht.

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