Wettlauf ins Weltall

14. Jänner 2004, 20:05
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Auch Europa und China wollen zum Mond

Nicht nur US-Präsident George Bush hat hochfliegende Weltraumpläne. Auch die 1975 gegründete Europäische Raumfahrt (ESA) will sich dem Mars und dem Mond nähern - mit einem ersten bemannten Flug zum Mond 2024 als Generalprobe für eine bemannte Marsmission.

Die Kosten der ESA-Pläne "Aurora" sind noch nicht festgelegt, erste Verträge aber bereits unterzeichnet. Von 2007 bis 2014 sollen Kleinsatelliten testen, wie eine Kapsel mit Mars-Bodenproben unbeschädigt wieder in die Erdatmosphäre eintreten kann, 2026 soll ein unbemannter Testflug folgen. Bis 2033 könnten dann die ersten ESA-Astronauten auf dem Mars stehen.

Für Russland, das mit Juri Gagarin 1961 den ersten Mann ins All brachte, ist die Raumfahrt kein Wahlkampfthema. Mit 235 Millionen Euro ist ihr Jahresbudget um einiges geringer als das der Nasa. Nach dem Absturz der US-Fähre "Columbia" im Februar 2003 müssen US-Shuttles auf dem Boden bleiben, und nun gibt es immer wieder Streitigkeiten zur Finanzierung der russischen Ersatzflüge.

China, nach Russland und den USA die dritte Nation, die Menschen ins All brachte, plant dagegen nach ihrem geglückten Raumflug am 16. Oktober 2003 den Bau einer Raumstation sowie die Erkundung des Mondes. (east/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. 1. 2004)

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