Keine Ruhe für Österreichs Molkereien

15. Jänner 2004, 17:21
posten

Die heimischen Milchmacher leiden unter ihren Strukturen

Wien - Rund 57.000 Milchbauern gibt es in Österreich derzeit, und sie liefern ihre Produkte in sehr viele, zum Teil sehr kleine Unternehmen: Insgesamt gibt es österreichweit hundert Molkereien und Käsereien.

In dieser Vielfalt und Eigentümerstruktur der Unternehmen (ein Großteil sind Genossenschaften mit Tausenden Eigentümern) liegen aber auch die Probleme begründet, die die Milchbranche seit langem plagen.

Die kleinen regionalen Betriebe können der Konkurrenz kaum standhalten - und der Druck wird immer größer. Auch für die Top-Ten der Branche, die den Löwenanteil der Umsätze erwirtschaften und von der oberösterreichischen Berglandmilch Genossenschaft angeführt werden.

Wirtschaftliche Fortune hält sich in Grenzen

Die wirtschaftliche Fortune der Milchmacher hält sich in Grenzen. Im schwierigen Jahr 2002 schrieben die meisten Molkereien Verluste; auch der Branchenriese Berglandmilch. Und das, obwohl Bergland die Zahl der Produktionsstätten von 20 auf sieben verringert und kräftig eingespart hat.

2003 hat der Branchenprimus laut Bergland-Chef Josef Braunshofer wieder "ein klares positives Ergebnis" abgeliefert. Weitere Restrukturierungen stehen aber dennoch an.

Die Nöm, in den Neunzigern in argen Finanznöten, hat hingegen ihren Konzernumbau schon weiter vorangetrieben und publiziert für September 2003 einen Gewinn von 14 Millionen Euro. (DER STANDARD Printausgabe, 15.01.2004 gra)

Share if you care.