Max-Ophüls-Festival feiert 25-jähriges Jubiläum

20. Jänner 2004, 19:05
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Drei österreichische Filme bewerben sich um den bedeutendsten Preis für deutschsprachige Nachwuchsfilme

Saarbrücken/Wien - Drei österreichische Filme rittern beim 25. Max-Ophüls-Festival vom 26. Jänner bis 1. Februar in Saarbrücken um den mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis und weitere Trophäen. Michael Sturmingers "Hurensohn", Markus Heltschls "Der gläserne Blick" und Ruth Maders "Struggle" konkurrieren dabei mit zwölf weiteren Streifen aus Deutschland und der Schweiz. "Das Spektrum der Filme reicht vom Thriller über das Melodram bis hin zur Komödie", sagte Festivalleiter Boris Penth.

"Muxmäuschenstill"

Insgesamt gibt es fünf Uraufführungen: Neben Sturmingers Streifen um eine unmögliche Liebe zwischen Mutter und Sohn sind dies etwa die bitterböse Ordnungshüter-Komödie "Muxmäuschenstill" von Marcus Mittermeier (Deutschland) und der Film "Nachbarinnen" um eine Paketbotin von Franziska Meletzky (Deutschland). In "Zwischen Tag und Nacht" von Nicolai Rohde (Deutschland) geht es um einen U-Bahn-Fahrer, den eine vor seinen Zug springende Selbstmörderin aus dem psychischen Gleichgewicht bringt, "Yugotrip" von Nadya Derado (Deutschland) behandelt die Geschichte eines jungen Bosniers mit Kriegstrauma. Aus der Schweiz kommen die beiden deutschen Erstaufführungen "November" von Luki Frieden um die Dramatik eines Lottogewinns sowie "Verflixt verliebt" von Peter Luisi um einen Biologiestudenten, der in eine Schauspielerin verliebt ist.

Prominenz

Zum runden Jubiläum des Ophüls-Festivals hat sich auch viel Leinwand-Prominenz angesagt. Als Ehrengast wird der renommierte Kameramann Michael Ballhaus erwartet. Der unter anderem aus dem Kinohit "Das Wunder von Bern" bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer moderiert die Preisverleihung um den "Nachwuchs-Oscar". In der Jury sitzen unter anderem Schauspielerin Barbara Rudnik und "Herr Lehmann"-Regisseur Leander Haußmann.

Eine Jubiläumsreihe zeigt neun Gewinnerfilme früherer Jahre wie etwa Niklaus Schillings "Willi-Busch-Report", Niki Lists "Cafe Malaria", "Good Bye, Lenin!"-Erfolgsregisseur Wolfgang Beckers Erstlingsfilm "Schmetterlinge" oder "Schalom General" des Österreichers Andreas Gruber. Das Ophüls-Festival war in der Vergangenheit zudem Plattform für Preisträger wie Doris Dörrie, Til Schweiger und Anna Thalbach.

In diesem Jahr zeigt das Festival rund 150 Filme. Zu den Neuerungen gehören eine französische Filmreihe, eine deutsch-französische Schülerjury sowie eine Hommage an den Regisseur Max Ophüls (1902-1957) - diesmal als Hörspiel-Macher. "Er konnte mit den Ohren sehen", sagt Festivalleiter Penth: "Und wir wollen der Bilderflut auf einem Filmfestival auch mal etwas entgegensetzen". (APA/dpa)

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    Preisträger des vergangenen Jahres: Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Maria Simon für ihre Hauptrolle in dem Film "Erste Ehe" ausgezeichnet. David Rott vom Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin wurde für seine Rolle in "Ganz und Gar" zum besten männlichen Nachwuchsdarsteller gekürt.

  • "Hurensohn" - Österreichstart am 20.2. 
Link   hurensohn.at
    foto: filmladen

    "Hurensohn" - Österreichstart am 20.2.

    Link

    hurensohn.at

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