Der Melker mit den mechanischen Händen

19. Jänner 2004, 12:54
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Vorteil des Melk-Roboters: Gerät kann sich optimal auf den Tagesrhythmus der Tiere einstellen

London - Der schottische Hersteller IceRobotics ist bei der Markteinführung seines Melkroboters wieder einen Schritt weiter berichtet der britische Forschungsförderer National Endowment for Science, Technology & Arts NESTA. Das Unternehmen will bis 2005 fertige Hightech-Melkmaschinen zur Marktreife bringen. Weltweit, schätzen Experten, gibt es rund 180.000 Farmen, bei denen solche Geräte sinnvoll sind.

Nach Angaben von Experten geben Kühe mehr Milch, wenn sie öfters gemolken werden. Nach jüngsten Erkenntnissen liegt die beste Melkzeit zwischen elf Uhr abends und zwei Uhr früh. Die meisten der großen Milchfarmer und Bauern gehen aber erst zwischen drei und sechs Uhr morgens zum Melken, in einer Zeit, in der Kühe gewöhnlich im Tiefschlaf sind. Die Melkzeiten kommen eher dem Unternehmer Bauer zugute als den Tieren, meinen die NESTA-Forscher. "Mit dem Melkroboter wird diese Arbeit nicht mehr zum Wettlauf mit der Zeit", berichtet NESTA-Direktor Mark White. Automatisierte Melksysteme sind immer noch relativ neu. Der Experte schätzt, dass erst rund 2.000 solcher Systeme weltweit im Einsatz sind. Nach den Untersuchungen von verschiedenen Universitäten steigt die Milchleistung bei glücklichen Kühen um bis zu 20 Prozent. Die Tiere können bis zu vier Mal am Tag gemolken werden.

NESTA hat dem schottischen Hightech-Unternehmen vor zwei Jahren 140.000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt, nun folgen weitere 107.000 Euro. IceRobotics investiert in die Hochtechnologie insgesamt rund 620.000 Euro. Das Unternehmen hat Sensoren entwickelt, die in der Lage sind, Kuheuter genau zu erkennen und dann zu melken. Das Equipment arbeitet mit Lasertechnologie-Sensoren, die den beiden menschlichen Augen nachempfunden wurden. (pte)

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    Keine unangenehmen Wartezeiten mehr ...

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