Joan Aiken ist tot

16. Jänner 2004, 12:19
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Die britische Autorin war geschmäht und geliebt zugleich

Wien/Zürich - Die englische Schriftstellerin Joan Aiken ist am Sonntag im Alter von 79 Jahren verstorben. Dies gab nun der Schweizer Diogenes Verlag bekannt. Die Tochter des amerikanischen Lyrikers Conrad Aiken schrieb rund 60 Bücher, darunter neben Kriminalromanen auch Liebes- und Familienromane sowie Geschichten für Kinder. Aiken lebte bis zu ihrem Tod abwechslungsweise in der englischen Grafschaft Sussex und in New York. 1999 ist sie für ihre Verdienste um die Kinderbuchliteratur zum MBE (Member of British Empire) ernannt worden.

Aiken kam am 4. September 1924 in England zur Welt. Nach ihrem Studium in Oxford arbeitete sie bei der BBC, dann als Bibliothekarin, Redakteurin und Werbetexterin. Ihre historischen Romane wie "Emma Watson" wurden zwar von der Kritik oft am berühmten Vorbild Jane Austen (1775-1817) gemessen und verrissen, doch Millionen von Leser kümmerten sich nicht um schlechte Kritiken. Aiken war in vielen Genres zu Hause: Abenteuerbücher, Gedichtbände und historische Romane stammen aus ihrer Feder. Berühmt wurde sie aber vor allem durch Kinderbücher, Thriller und Gruselgeschichten. (APA)

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