Freie Demokraten schicken Quereinsteiger ins Rennen

26. Jänner 2004, 20:08
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Prominenter Arzt wird Spitzenkandidat, gab FPÖ-Dissident Naderer bekannt

Salzburg - Salzburgs Freie Demokraten nominieren einen Quereinsteiger zum Spitzenkandidat für die Landtagswahlen am 7. März 2004. Es handle sich dabei um einen prominenten Salzburger Arzt, der bisher keiner Partei angehört habe. Der Salzburger werde Anfang nächster Woche den Medien vorgestellt, erklärte der Gründer der orange farbenen Partei, Ex-FPÖ-Politiker LAbg. Helmut Naderer am Dienstag.

Unterstützungserklärungen sind für Naderer kein Problem

Naderer, der die "Orangen" im Vorjahr nach langen Differenzen mit seinem einstigen Intimus, dem freiheitlichen Landesparteichef Karl Schnell, gegründet hatte, zeigte sich zuversichtlich, genügend Unterschriften für eine Landtagswahl-Kandidatur zu erreichen. Es sei kein Problem, in den Bezirken mindestens 100 Unterstützungserklärungen zu sammeln. "Außer vielleicht im Lungau, dort kandidieren auf Gemeindeebene ja keine Freien Demokraten."

In der Stadt Salzburg schloss der "wilde" Landtagsabgeordnete eine Kandidatur bei den Gemeinderatswahlen aus. Hier stelle ohnehin die neue freiheitliche Spitzenkandidatin Doris Tazl einen Gegenpol zur Landes-FPÖ von Karl Schnell dar, meinte Naderer. Jeder, der mit rot und schwarz unzufrieden sei, solle in der Stadt die FPÖ und auf Landesebene die Freien Demokraten wählen, lautete die Wahlempfehlung des Gendarmerie-Postenkommandanten von Bergheim (Flachgau).

Die Freien Demokraten werden sich voraussichtlich in 15 von insgesamt 119 Salzburger Gemeinden der Wahl stellen. Naderer selbst will die Funktion des Vizebürgermeisters in Seekirchen verteidigen. Bei den Landtagswahlen will er allerdings dem noch geheim gehaltenen Quereinsteiger den Vortritt lassen und auf Platz zwei kandidieren. (APA)

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