Kamera-Handys unter Spanner- und Spionage-Verdacht

14. Jänner 2004, 10:15
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Nutzungseinschränkungen nun auch in den USA - Nicht nur aus Sorge vor Industrie-Spionage - auch Angst um Verletzung der Privatsphäre

Nach den Handy-freien Zonen gibt es in den USA auch eine Reihe von Orten, an denen Mobiltelefone mit integrierten Kameras nicht benutzt werden dürfen. Einige Betreiber von Fitnesszentren haben bereits entsprechende Verbote verfügt. Im US-Bundesstaat Colorado schlug ein Abgeordneter vor, das Mitbringen von Kamera-Handys in öffentlichen Toiletten und Umkleideräumen gesetzlich zu verbieten.

"In wenigen Sekunden weltweit verbreiten"

Es müsse möglich sein, sich dort umzuziehen, ohne dass ein heimlich aufgenommenes Foto von dieser Szene im Internet lande, sagte der demokratische Abgeordnete Jack Pommer. "Mit diesem winzigen Geräten kann man so tun, als ob man telefoniert, ein Foto aufnehmen und dieses in wenigen Sekunden weltweit verbreiten", sagte Pommer. Der Abgeordnete will daher in der neuen Sitzungsperiode des Parlaments von Colorado ein Gesetz einbringen, das bereits das Mitbringen solcher Handys in geschützte Räume untersagt.

Industriespionage

Auch bei Unternehmen werden die Handys mit dem Kamera-Auge argwöhnisch betrachtet, sobald sie in sensiblen Firmenbereichen auftauchen. Um möglicher Industriespionage vorzubeugen, hat der koreanische Handy-Hersteller Samsung Electronics die Nutzung von Kamera-Handys in seinen Forschungslabors untersagt.(APA/AP)

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