Deutschland: Rundfunkgebühr soll erhöht werden

13. Jänner 2004, 15:09
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Gebührenkommission gibt Vorschlag am Donnerstag bekannt

Frankfurt/Main - Die Rundfunkgebühr in Deutschland wird nach Einschätzung des WDR-Intendanten Fritz Pleitgen in zwei Jahren voraussichtlich um 1,07 Euro auf insgesamt 17,22 Euro erhöht. Das erwartet Pleitgen laut einer Vorausmeldung der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom Samstag. Am Donnerstag gibt die für die Ermittlung des Finanzbedarfs von ARD und ZDF zuständige Kommission KEF ihren Vorschlag über die Erhöhung der Rundfunkgebühr ab 2005 bekannt.

In einem Zwischenbericht hatte die KEF für eine Erhöhung von 1,07 Euro plädiert und damit teils heftige Kritik ausgelöst. Dem Vorschlag muss noch die Rundfunkkommission der Länder zustimmen. Pleitgen sagte dem Blatt, laut einem Entwurf des KEF-Berichts solle die ARD eine Gebührenerhöhung von 65 Cents erhalten. Erwartet habe die ARD 1,12 Euro, zusammen hatten ARD und ZDF 2,01 Euro mehr gefordert.

Sollte es Anfang 2005 keine Gebührenerhöhung geben, fehlen dem WDR, der zuletzt als größte Landesrundfunkanstalt allein eine Milliarde Euro Gebühren erhalten hatte, laut Pleitgen bis Ende 2007 in der eigenen mittelfristigen Finanzplanung rund 300 Millionen Euro.

Der Intendant bekräftigte zugleich den Sparwillen von ARD und ZDF. Für die Gebührenperiode 2005 bis 2008 würden netto 1,6 Milliarden Euro eingespart. Erreicht werden solle das Sparziel durch weitergehende Kooperationen der neun Landesrundfunkanstalten der ARD und eine Vermeidung von Doppelarbeiten innerhalb der Sendefamilien. (APA/AP)

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