BAR stellt neuen Boliden vor

27. Jänner 2000, 14:02

"Im Vergleich zum Vorjahr sind wir Lichtjahre voraus"


Wenn BAR dieses Jahr einen Punkt erreicht,
dann ist das eine Leistungssteigerung

London - Es war vormittags 11.00 Uhr im verschneiten Londoner Parlamentsviertel Westminster als BAR seinen neuen Boliden präsentierte. Der Stadtteil ist zwar altehrwürdig, der Rahmen des Launches in dem modernen Queen-ElizabethII-Conference-Centre jedoch war zeitgemäss: Video-Show, elektronische Musik und der Rennwagen aufgebaut auf einem rotierenden Podest.

"Für mich zählen nur Siege"

Vorgestellt wurde der BAR002 von den Piloten Jacques Villeneuve und Ricardo Zonta. Doch der Ex-Weltmeister zeigte sich unzufrieden: "Der Wagen ist noch zu langsam, denn für mich zählen nur Siege. Wer nicht gewinnen will, braucht nicht ein Auto zu steigen", erklärte Villeneuve gegenüber Sport1.

Bescheidener war degegen sein Teamgefährte: "Ich will Punkte kriegen", formulierte Zonta sein Ziel im Gespräch mit Sport1 und ein Lob für den Renner gab es auch: "Bei den langen Testfahren hatten wir keine Motorprobleme. Der Wagen ist nicht ein einziges Mal stehen geblieben."

Deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr

Ein Erfolg, den auch Technik-Chef Adrian Reynard betonte: "Im Vergleich zum Vorjahr sind wir Lichtjahre voraus." Äußerlich habe sich der Wagen nicht so sehr verändert, räumte der Technische Direktor, Malcom Oastler, ein. "Aber es gibt viele Neuerungen, davon sind jedoch nur einige sichtbar", so Oastler. Gemeint sind vor allem Entwicklungen in der Aerodynamik, der Stabilität und der Steifheit.

Weitere Veränderungen im Bereich des Motors sollen noch in der kommenden Woche vorgenommen werden. Danach folgen dann sechs Test-Tage mit Villeneuve und Zonta in Südafrika. Denn das Jahr 2000 ist auch als der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Motoren-Hersteller Honda geplant.

"Eine Liebesheirat zwischen Motor und Chassis"

Vorschuss-Lorbeeren gab es jedenfalls reichlich für den Honda RA000E. Oastler: "Honda hat schon früher Motoren für Rennwagen gebaut und sie wussten ganz genau was zu tun war, als der RA000E entwickelt wurde. Das Aggregat passt wunderbar in das Auto. Es ist wie eine Liebesheirat zwischen Motor und Chassis."

(Quelle: Sport1)

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