Cegetel-Übernahme droht für Vodafone teuer zu werden

9. Jänner 2004, 11:40
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Kontrollwechsel löst Übernahme für Festnetzaktivitäten aus

Die britische Vodafone Group stößt bei der Übernahme der französischen Cegetel Groupe möglicherweise auf finanzielle Probleme. Sollte der britische Mobilfunkbetreiber an dem Vorhaben festhalten, so könnte der Erwerb ihn teuer zu stehen kommen.

Dekret über die Privatisierung der Telecom Developpement

Schuld daran ist ein zum Jahreswechsel von der französischen Regierung verfügtes Dekret über die Privatisierung der Telecom Developpement, die zu 50,01 Prozent von der Eisenbahn SNCF kontrolliert wird.

Dem "Kleingedruckten" des im "Le Journal Officiel" veröffentlichten Dekrets ist zu entnehmen, dass ein Wechsel der Kontrollbeteiligung den Kauf der von SNCF gehaltenen 35 Prozent an den Festnetzaktivitäten von Cegetel auslöst.

Höher

Von Analysten wird der Wert der Cegetel-Festnetzsparte auf rund 1 Mrd. Euro geschätzt. Dem Text im "Le Journal Officiel" zufolge muss der Preis für den SNCF-Anteil von einem Experten bestimmt werden. Er müsse aber einen höheren Wert als der Rest der Festnetzsparte haben. Vodafone ist den Angaben zufolge vor allem am Mobilfunkbereich SFR von Cegetel interessiert.

An diesem hatte jüngst die Vivendi Universal SA, Paris, die Kontrollmehrheit erlangt. Bei ihr liegen derzeit 56 Prozent der Anteile des Mobilfunkanbieters, der als Kernstück von Cegetel angesehen wird. An der Cegetel Groupe halte Vodafone 44 Prozent, die restlichen Anteile besitze Vivendi.(APA)

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