26.500 Erdbebentote beerdigt

2. Jänner 2004, 17:18
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WHO fordert 3,5 Millionen Dollar für Opferhilfe

Teheran/Genf - Nach dem Erdbeben im Südosten des Irans sind nach Angaben eines örtlichen Behördenvertreters bisher rund 26.500 Menschen beerdigt worden. Davon seien 20.000 in der zerstörten Stadt Bam begraben worden, die übrigen 6500 in angrenzenden Dörfern, sagte der Sprecher der Provinzregierung in Kerman, Assadollah Iranmanesh, am Mittwoch. Die Zahl der Toten werde sich wahrscheinlich nicht mehr wesentlich erhöhen. Das Innenministerium bestätigte dies zunächst nicht. Am Dienstag hatte Präsident Mohammed Khatami die Zahl der Toten mit rund 40.000 angegeben, örtliche Behördenvertreter sprachen sogar von bis zu 50.000 Toten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bat die internationale Gemeinschaft um weitere 3,5 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro) Hilfsgelder für die Überlebenden des Erdbebens. Mit dem Geld sollten Hygienemaßnahmen und der Wiederaufbau des Gesundheitswesens in der Katastrophenregion finanziert werden, hieß es in einer am Mittwoch in Genf veröffentlichten Erklärung. Besonders problematisch sei derzeit, dass viele Menschen bei frostigen Temperaturen die Nacht im Freien verbringen müssen. Zudem fehle es an Trinkwasser und am Zugang zu sanitären Einrichtungen. (APA)

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