Spanien will EU-Gelder für kritisiertes Mammut-Projekt

5. Jänner 2004, 13:09
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"Nationaler Hydrologischer Plan" sieht vor, große Wassermengen aus dem Ebro in die Küstenregionen umzuleiten

Madrid - Für ein umstrittenes Wasserprojekt zur Versorgung der trockenen Mittelmeergebiete Spaniens hat die Regierung in Madrid Hilfen von knapp 1,3 Milliarden Euro bei der Europäischen Union beantragt. Dieser Betrag entspreche 30 Prozent der Gesamtkosten von etwa 4,2 Milliarden Euro, sagte Umweltministerin Elvira Rodriguez am Montag. Der so genannte Nationale Hydrologische Plan (PHN) sieht vor, große Wassermengen aus dem Ebro in Nordspanien in die Küstenregionen um die Städte Valencia, Murcia und Almeria umzuleiten.

Naturschützer laufen seit Jahren gegen das Großprojekt Sturm. Sie befürchten Umweltschäden im Mündungsdelta des Ebro südlich von Tarragona. Sie werfen der Regierung zudem vor, die Küstengebiete zu bevorzugen und das Binnenland entlang des Flusses zu benachteiligen.(APA/dpa)

  • Das Ebro-Becken aus dem Weltall gesehen
    foto: nasa

    Das Ebro-Becken aus dem Weltall gesehen

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