Haubner: FPÖ soll Kandidatur überlegen

2. Jänner 2004, 10:52
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Unterstützung für die ÖVP wackelt

Wien - Für die geschäftsführende FPÖ-Chefin Staatssekretärin Ursula Haubner steht keineswegs fest, dass ihre Partei auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten für die kommende Bundespräsidentenwahl verzichten wird. Die Freiheitlichen sollten überlegen, einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufzustellen, sagte Haubner in einem Interview mit der "Presse". Die Parteigremien würden "in den nächsten Wochen eine gemeinsame Vorgangsweise festlegen". Namen möglicher Anwärter wollte Haubner nicht nennen.

Heide Schmid war die letzte

Zum letzten Mal hatte die FPÖ 1992 einen eigenen Präsidentschaftsbewerber ins Rennen geschickt: Die damalige Dritte Nationalratspräsidentin Heide Schmidt, die sich später von der Partei trennte und das Liberale Forum gründete, das mittlerweile nicht mehr im Parlament vertreten ist. Schmidt kam damals auf über 16 Prozent der Stimmen. 1980 war der Freiheitliche Willfried Gredler gegen den amtierenden Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger angetreten und hatte knapp 17 Prozent erhalten.

Unterstützung für die ÖVP wackelt

Nach der Ankündigung der Kärntner ÖVP, Jörg Haider nicht mehr zum Landeshauptmann zu wählen, hatte FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann am Donnerstag gedroht, die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der ÖVP, Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, nicht zu unterstützen. ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka wies daraufhin die "unzulässige" Verknüpfung von Bundespräsidentenwahl und Kärntner Landtagswahl zurück. (APA)

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