Firmen vernachlässigen IT-Notfall-Strategien

28. Dezember 2003, 19:09
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Studie: Technologien für Datensicherung und Ausfallschutz werden kaum getestet

Notfall-Strategien werden in vielen österreichischen Unternehmen nur halbherzig betrieben. Zwar setzen viele Firmen Technologien für die Datensicherung und den Ausfallschutz ein, Notfall-Pläne werden jedoch nur alle zwölf Monate oder seltener überprüft. Manche IT-Manager wissen nicht einmal, wo sich diese Pläne befinden. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Beratungs- und PR-Agentur Stautner & Stautner im Auftrag des Softwareanbieters Veritas.

Disaster-Recovery-Pläne

74 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr Probleme, weil ihre IT stillstand. Dennoch wird auf die regelmäßige Prüfung der Disaster-Recovery-Pläne verzichtet. 22 Prozent der IT-Manager haben ihre Notfall-Strategien überhaupt noch nie getestet. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Pläne nicht alle Hardware-Systeme und Geschäftsanwendungen des Unternehmens berücksichtigen.

Sicherheitspläne sollten idealerweise an mehreren Orten außerhalb des Rechenzentrums aufbewahrt werden. 88 Prozent lagern ihre Maßnahmenkataloge jedoch direkt im Rechenzentrum. Häufigste Ursache von Ausfällen waren Störungen der Hard- und Software sowie Computerviren, gefolgt von Bedienungsfehlern, Bränden und Hacker-Angriffen.

Datenverlust

Aufgrund mangelnder Vorbereitung kam es in 23 Prozent der Fälle trotz Notfall-Strategie zu ungeplanten Ausfällen. 16 Prozent der Unternehmen mussten einen Datenverlust hinnehmen und in ebensovielen Firmen wurde die Produktivität der Mitarbeiter spürbar beeinträchtigt. Einen Gewinn- oder Umsatzverlust als Folge des Ausfalls gaben 22 Prozent der Betroffenen an. Vier Prozent verzeichneten darüber hinaus einen negativen Einfluss auf die Kundenbeziehungen.(pte)

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