Pensionsfonds verklagt New Yorker Börse wegen Betrugs

1. Jänner 2004, 19:25
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Sieben Kursmaklerfirmen sollen Anleger getäuscht haben

New York - Der Pensionsfonds des Staates Kalifornien hat die New Yorker Börse und sieben Kursmaklerfirmen des Betrugs verklagt. Die Beschuldigten hätten durch unzulässige Machenschaften die Investoren um Hunderte von Millionen Dollar gebracht, sagte der Präsident des als Calpers bekannten Fonds, Sean Harrigan am Dienstag. Die New Yorker Börse habe nicht nur von diesen Praktiken gewusst, sie habe sie sogar ausgeführt, sagte Harrigan.

Der Klage zufolge haben die Investoren Verluste in Höhe von mindestens 150 Millionen Dollar (rund 121,6 Millionen Euro) erlitten. Routinemäßig hätten die sieben Firmen mit Manipulationen und Täuschungen in die eigene Tasche gearbeitet und die Börse (New York Stock Exchange/NYSE) habe nichts dagegen unternommen.

"Sie müssen ihr Haus in Ordnung bringen"

"Wir werden nicht ruhen, bis die Reformen der NYSE abgeschlossen sind, damit alle Investoren fair behandelt und nicht geschröpft werden", sagte der Schatzmeister des Fonds, Philip Angelides. "Sie müssen ihr Haus in Ordnung bringen". Die beklagten Firmen haben der Klage zufolge ihr Wissen über anstehende Aufträge genutzt, um auf eigene Rechnung Geschäfte abzuwickeln und hätten in Geschäfte eingegriffen, wenn es gar nicht notwendig war.

Bei den sieben Firmen handelt es sich um Speer Leads & Kellogg, Van der Moolen Specialists USA, Bear Wagner Specialists USA, Performance Specialist Group, Susquehanna Specialists Inc, LaBranche & Co und FleetBoston Financial Corp. (APA/dpa)

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