US-Regierung sponsert PC und Internetzugang

24. Jänner 2000, 13:02

Millionen-Initiative "Click Start" für einkommensschwache Familien

Washington - Die US-Regierung will einkommensschwachen Familien die Anschaffung von Computer oder Internetzugang erleichtern. Laut einer Meldung in der "San Francisco Chronicle" möchte Präsident Bill Clinton mit einer eigenen Förderaktion namens "Click Start" den Kauf von neun Millionen PCs sponsern. Der Aufwand dafür soll rund 100 Mio. Dollar betragen. Mit der Initiative soll sozial schwachen Familien der Einstieg ins Internet ermöglicht werden.

Während bereits 40 Prozent der amerikanischen Haushalte über einen PC verfügen, besitzen nur acht Prozent der Haushalte mit einem Jahreseinkommen unter 10.000 Dollar einen PC und nur drei Prozent verfügen über Zugang zum Internet. Zurzeit führt die US-Regierung Gespräche mit führenden Computerfirmen im Silicon Valley um das Piliotprojekt dort auf die Beine zu stellen. Familien, die in den Genuss der Initiative kommen, sollen Computerschulungen erhalten und als Gegenleistung gemeinnützige Dienste leisten.

Auch die amerikanische Nonprofit-Organisation Computers for Youth hat sich breite Unterstützung bei Industrie und Gemeinden für ein Programm gesichert, das ökonomisch benachteiligten Familien Computer zur Verfügung stellen soll. Nach einem dreistündigen Einführungskurs bekommen die Teilnehmer einen PC mit Internetzugang. Die Technik wird von Partnern in der Industrie gespendet. Das Ziel von Elisabeth Stock, der Gründerin der Inititative, ist es, die "digitale Kluft" - den Unterschied bei der Internetnutzung zwischen den Reichen und den Armen - zu verringern, indem die Teilnehmer des Programms zusätzlich zur Hardware auch mit technischem Training und relevanten Internetinhalten ausgestattet werden.

"Wir werden oft gefragt 'Wie benutzt man das?" sagt Stock. "Deshalb halten wir das Training für so wichtig. Wenn du niemals eine E-Mail verschickt und empfangen hast, verstehst Du nicht, worum sich die ganze Aufregung überhaupt dreht." C3i und Lotus Development unterstützen Computers for Youth, indem sie eine Technik für die Schulung von freiwilligen Highschool-Schülern bereitstellen, die die Programmteilnehmer unterstuetzen sollen. Der New Yorker Internetprovider Panix bietet preiswerten Netzzugang, und iVillage hat sich bereiterklärt, Webinhalte speziell für "Computers for Youth" zu produzieren. (pte/chip/WSJ)

Share if you care.