Digital-TV: Basteln am "Masterplan" für Österreich

10. Dezember 2003, 15:41
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Morak: Novelle des Privat-TV-Gesetz mit Schwerpunkt auf Digitalisierung

Der Testbetrieb für digitales Fernsehen in Graz rückt näher, die Vorbereitungen für den Feldversuch im Frühling 2004 sind am Freitag bei einer Vollversammlung der "Digitalen Plattform Austria" in Wien erörtert worden. Medienstaatssekretär Franz Morak (V) kündigte dabei laut Aussendung an, dass mit der Novelle des Privatfernsehgesetzes der Umstieg auf digitales Fernsehen erleichtert werde. Die Novelle soll - ebenso wie jene des Privatradiogesetzes - nach Weihnachten in Begutachtung gehen, hieß es auf APA-Anfrage in Moraks Büro.

Szenarien

Im Mittelpunkt stünden Fragen des Umstiegsszenarios für digitales Fernsehen und der Ausschreibung der ersten Multiplex-Plattform, die 2005 geplant ist, so Morak. In manchen Regionen werde der Umstieg nur unter Abschaltung analoger Frequenzen erfolgen können, so dass bis zu diesem Zeitpunkt die Konsumenten mit digitalen Fernsehgeräten Decodern, den so genannten Settop-Boxen, ausgestattet sein müssen.

Soziale Komponente

Diesen Umstieg "sozial verträglich" zu gestalten, werde werde eine Herausforderung für Industrie und Politik sein, sagte der Staatssekretär. Mittel aus dem mit insgesamt 7,5 Millionen Euro dotierten Digitalisierungsfonds würden dafür bereitgestellt werden können.

Vorlage

Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) versteht sich als "Think-Tank" für die Digitalisierung Österreichs, betonten die beiden Geschäftsführer Alfred Grinschgl (Medien) und Georg Serentschy (Telekommunikation) in einer Aussendung. Ziel sei es, einen "digitalen Masterplan" zu entwickeln. Ein erster Schritt ist auch das Digitalisierungskonzept, das die Medienbehörde KommAustria vorgelegt hat. (APA)

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