BIOS-Nachfolger präsentiert

10. Dezember 2003, 15:41
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"Core System Software (CSS)" soll das "Basic Input Output System" in der PC-Welt ablösen

Im Oktober dieses Jahres gaben Phoenix und Microsoft die enge Zusammenarbeit an einem BIOS-Nachfolger bekannt. Nun stellte Phoenix mit dem cME Trusted Core NB für Notebooks und Tablet PCs, das erste Produkt aus der neuen Reihe der "Core System Software" (CSS), vor.

CSS statt BIOS

"Core System Software" soll das bisherige Modell des "Basic Input Output System" (BIOS) in der PC-Landschaft ablösen. Die Entwickler sehen die Notwendigkeit einer derartigen Umstellung vor allem in den gängigen und kommenden Netzwerk-Möglichkeiten, die das Überdenken des BIOS-Konzeptes erforderlich machen. Vor allem bessere Verwaltungs- und Administrationsmöglichkeiten sowie mehr Sicherheit werden von CSS erwartet.

Was ist CSS?

Eine weitere - durchaus nicht unumstrittene - Funktionsweise von CSS ist die verstärkte Integration zwischen BIOS und den neuen Funktionen (etwa Verschlüsselung und Authentifizierung) mit dem Betriebssystem selbst. Kritiker meinen, dass Phoenix hierbei ausschließlich an Windows denkt. Phoenix beschreitet mit seiner Entwicklung durchaus die Linie von Intel und Microsoft - Schlagwort "trustworthy computing" - die schon auf der Hardware-Ebene mehr Sicherheit bringen soll. CSS wird nach ersten Experteneinschätzungen auch dem Digital Rights Management vorantreiben. So könnte die Industrie dafür sorgen, dass etwa nur noch authorisierte Hardware bestimmte Dateien - etwa Musik und Film - abspielen darf.

Allerdings findet sich in dem nun ersten Produkt noch keinerlei DRM-Funktion. Was CSS allerdings wirklich alles kann und welche Vor- oder Nachteile es bringt, wird sich erst in Verbindung mit dem neuen Betriebssystem Microsofts "Next-Generation Secure Computing Base", NGSCB zeigen.(red)

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