Von Kopf bis Fuß

20. Jänner 2004, 12:19
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Im Oktober ist der Nobelpreis für Medizin und Physiologie an Paul Lauterbur und Peter Mansfield für ihre Magnetresonanz-Tomografie (MR) vergeben worden. Im Alltag liefern MR-Tomografie, Ultraschall, Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Computertomografie (CT) Daten, mit denen Ärzte Eingriffe am Computer simulieren und den optimalen Operationsverlauf im Vorfeld festlegen können. Auch in der Früherkennung sind solche Verfahren wichtig. Virtuelle Flüge durch den Körper machen sogar manchen operativen Eingriff überflüssig.

Marktreife

Anfang 2004 kommt der Magnetresonanz-Tomograf Magnetom Avanto von Siemens auf den Markt: Er basiert auf der Technologie "Total imaging matrix" (TIM). Bei TIM können 76 einzelne Spulenelemente beliebig mit 32 Empfangskanälen kombiniert werden, um damit eine vierfach bessere Auflösung als gängige Systeme zu erreichen. Das erlaubt Ganzkörper-Scans in einem Stück, ohne dass Patienten umgelagert oder Spulen gewechselt werden müssen. Für den Scan von Kopf bis Fuß braucht das neue Gerät halb so lang wie die bislang schnellsten Geräte: nur zwölf Minuten. (mia / DER STANDARD Printausgabe, 24.11.2003)

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