Reaktionen: Wer hat denn eine Generation verloren? Wir sind doch alle da!

7. Juli 2005, 15:46
1 Posting
Die verlorene Generation? Wer hat denn eine Generation verloren? Wir sind doch alle da!
gf

Ich denke, die Jugend von heute wird auch aus Fehlern lernen, sollte sie welche machen. Gegen den Konsum finde ich nichts Schlimmes zu sagen, vorausgesetzt, man verschuldet sich nicht schon in dem frühen Alter und verbaut sich so die Zukunft. Viel gefährlicher empfinde ich die Handy-Sucht und die damit verbundenen Telefonrechnungen. Aber warum die Jugend verurteilen - wir haben "damals" auch unsere Fehler gehabt.
Elisabeth P.

Ich finde nicht, dass die "heutige Jugend" sich grundlegend anders verhält als jene vor 20 Jahren. Ich erkenne sehr ähnliche "Muster". Auch ich habe mit 14, 15 geglaubt, dass ich nicht ohne bestimmte Markenartikel leben kann, ein Jahr darauf habe ich auf diese gepfiffen.
Christa H.

Man soll nicht so viel über "die Jugend" jammern. Diese Zeit zwischen 14 und 20 ist eine ganz besondere, und Sinn der Sache ist wohl, dass man als Jugendlicher gar nicht so sehr will, dass einen die Erwachsenen "verstehen", sondern man macht sein Ding und das ist schon ok. Jeder kommt mal an den Punkt, wo man gewisse Tatsachen einsehen muss, die man als Erwachsener dann anders sieht.
Harald König

Es wird immer auf die Jugendlichen geschimpft. Die heute 14- bis 19-Jährigen sind das Ergebnis der Erziehung ihrer Eltern. Und das sind die, die sich angeblich "befreit" haben von den bösen grauslichen konservativen Vorgaben.
Rosa Stahl

Pseudojugendkultur. So ist es, die gesamte Jugendkultur basiert auf einem Weichspülerabklatsch diverser Elemente früherer Zeiten. Als Hiphop würde ich das, was heute von der breiten Masse derer, die sich als Hiphop-Fans bezeichnen, gehört wird, kaum noch bezeichnen, ebenso wenig, wie in den anderen "Szenen".
Christian Mathias Sand

Ich denke nicht, dass ich mehr Erfolg habe, nur weil ich Markenklamotten anhabe. Ein gutes Aussehen definiert sich vom Gesamteindruck und nicht ob der jetzt durch Markenfetzen oder 10-Euro-Wäsche aufpoliert wird.
Jovencito

Die Kids haben nicht nur das Gefühl, dass die Politiker über ihre Köpfe hinweg bestimmen, sondern das ist auch so! Ich finde es super, dass es ab den nächsten Landtagswahlen in Wien das stimmrecht für Jugendliche ab 16 geben wird!
wilde starke frau

Ich frage mich, wie man gegen das revoltieren soll, von dem man selbst abhängig ist. Wenn man in einer Konsumgesellschaft aufgewachsen ist, wo einem gepredigt wird, dass man mit Geld alles machen kann und einem alle Wege offen stehen, wenn man brav lernt und seine Ziele verfolgt, und man tagtäglich seine Probleme durch Konsum verdrängt, dann ist es doch ein Ding der Unmöglichkeit, dagegen zu revoltieren. Man müsste sich vorerst loslösen, trennen, eine "Konsum-Entziehungskur" machen. Dann würde man vielleicht erkennen, dass es auch noch andere Werte gibt, wahre Werte, für die es sich lohnt zu leben.
armin larndorfer

Ganz ohne Konsum geht es nicht, aber man kann sich von solchen Gütern lösen, die man nicht wirklich braucht. Als Beispiel kann man z.B. Handys anführen. Muss es wirklich das neueste, schönste, tollste sein, oder geht es auch, wenn man sich auf die "wahre" Funktion des Handys (telefonieren) zurück besinnt und weiter das Nokia 3210 verwendet?
thePeacemaker

Spaß = Jugend. Ob mit oder ohne Geld. Der Spaß vergeht einem sowieso, wenn man älter wird. Also wenn es nicht mehr Spaß macht, bist du alt.
funny ghost

(DER STANDARD, Printausgabe, 17.11.2003)

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